Monsun in Bangladesch

Monsun in Südasien: SRK leistet Nothilfe in Bangladesch

Anhaltende Monsunregen haben in Südasien verheerende Überschwemmungen angerichtet. In Bangladesch sind über 5 Millionen Menschen betroffen, viele haben in den Fluten alles verloren und sind dringend auf Unterstützung angewiesen. Das Schweizerische Rote Kreuz (SRK) leistet zusammen mit dem Roten Halbmond von Bangladesch Nothilfe, vorerst im Umfang von 500’000 Franken.

Mehr als 9,6 Millionen Menschen sind von den Überschwemmungen durch den anhaltenden Monsunregen in Bangladesch, Indien und Nepal betroffen, davon alleine in Bangladesch über 5 Millionen Menschen. Seit Ende Juni verschlimmert sich die Situation laufend. Ein Drittel des Landes steht unter Wasser. Stark betroffen sind auch die Distrikte Gaibandha und Naogaon im Norden Bangladeschs, wo das SRK langfristig tätig ist.

Von der Aussenwelt abgeschnitten

Ganze Dörfer sind überflutet und Menschen zur Flucht in Notunterkünfte gezwungen. Viele Verbindungsstrassen stehen unter Wasser, ganze Wohngebiete sind von der Aussenwelt abgeschnitten. Nach mehreren Wochen gehen die Lebensmittelvorräte zur Neige und viele Nutzpflanzen werden durch das stehende Wasser zerstört, was erhebliche Auswirkungen auf die langfristige Ernährungssicherheit hat.

Nothilfe während einer Pandemie

Die Auswirkungen der Überschwemmungen sind umso verheerender, weil die andauernde Coronavirus-Pandemie enorme Einkommensverluste verursacht hat. Die von Armut betroffenen Menschen sind dadurch noch verletzlicher geworden. Auch für die Nothilfe hat das Coronavirus Konsequenzen. So müssen die Schutz- und Sicherheitsvorschriften auch hier streng eingehalten werden.

Weitere Hilfe benötigt

Seit Beginn des Monsuns hat das SRK bereits 4000 Haushalte mit Geldbeiträgen unterstützt. Ein Teil der Unterstützung erfolgte mittels prognosegestützter Finanzierung. Diese innovative Methode erlaubt es, mittels meteorologischer Prognosen und Risikoanalysen die Gefahren einzuschätzen und bereits im Vorfeld die oft verheerenden Auswirkungen starker Regenfälle einzudämmen. Familien können dank den Barbeiträgen ihre Behausung im Vorfeld der Krise stabilisieren und im Fall einer Beschädigung selber reparieren. Auch Grundnahrungsmittel und Medikamente können sie kaufen oder Transportkosten decken.

Der Rote Halbmond hat bereits weit über tausend Freiwillige für die Nothilfe mobilisiert. Familien, die bei den Fluten alles verloren haben, erhalten neben Bargeldbeträgen auch Lebensmittel, Trinkwasser und Hygieneartikel. Zur Unterstützung der Soforthilfe des Roten Halbmonds setzt das Schweizerische Rote Kreuz vorerst 500 000 Franken ein.