Togo

Mit Mütter-Power Corona eindämmen

In der Corona-Pandemie zeigt sich, wie wichtig die Wasser- und Hygieneprojekte sind, die das SRK seit Jahren in vielen seiner Einsatzländern umsetzt. In Togo nutzen die Freiwilligen der Clubs des mères ihr gutes Netzwerk, um die Verbreitung des Coronavirus wirksam einzudämmen.

Im Dörfchen Aou Mono Bidjadadé in Togo lebt die Familie von Yawa Mewezino. Als wir sie vor einem Jahr besuchten, hat uns die junge Mutter die einfache sanitäre Anlage gezeigt, die ihre Familie mit Unterstützung des Roten Kreuzes gebaut hat: «Meine Kinder sind weniger krank seit wir immer die Latrine benutzen und uns regelmässig die Hände waschen», meinte die junge Mutter. Nun ist Togo eines von 30 Ländern, in denen das SRK seit Beginn des Jahres seine Rotkreuz- und Rothalbmondpartner bei der Eindämmung der Corona-Pandemie unterstützt. In den abgelegenen Dörfern im Norden des Landes ist die Versorgung mit sauberem Wasser eine tägliche Herausforderung. Oft holen die Frauen das Wasser von weither in beschwerlichen Fussmärschen. In den Projektgebieten des SRK sensibilisieren vom Roten Kreuz ausgebildete Clubs des mères die lokale Bevölkerung für Hygienemassnahmen. Denn viele gefürchtete Krankheiten lassen sich durch Händewaschen eindämmen, auch Corona.

Gerüchte berichtigen

Wie gut, dass sich die Familie Mewezino schon vor der Corona-Pandemie an die Hygieneregeln gewöhnt hat. «In der aktuellen Pandemie zeigt sich deutlich, wie wichtig die Wasser- und Hygieneprojekte sind, die wir seit Jahren in vielen unserer Einsatzländer umsetzen», sagt Fabio Molinari, der SRK-Länderverantwortliche für Togo. In fünfzig Dörfern hat das SRK die Clubs des mères in den vergangenen Monaten mit Desinfektionsmitteln, Schutzmaterial und Aufklärungsplakaten zu Corona ausgestattet. Mit Radiosendungen, Theaterstücken und Besuchen zuhause verbreiten sie die wichtigsten Botschaften. «In den Dörfern kursieren viele Gerüchte. Es heisst, Corona sei eine Krankheit der Weissen, sie betreffe nur die Reichen und Stadtmenschen. Das kann dazu führen, dass die Gefahr zu wenig ernst genommen wird», so Molinari. «Hier leisten unsere lokalen Freiwilligen wichtige Aufklärung, denn sie haben Zugang zu gesicherten Information und können drängende Fragen beantworten.»

Nachhaltigkeitsziele

Diese Aktivität ist Teil unseres Engagements für die UNO-Nachhaltigkeitsziele.

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