Kommentar SRK-Präsidentin

Der Mangel dürfte sich verschärfen

Am 9. Februar 2014 wurde die SVP-Initiative «Gegen Masseneinwanderung» knapp vom Schweizer Stimmvolk angenommen. Noch ist offen, wie National- und Ständerat die von der Volksinitiative geforderte Kontingentierung auf Gesetzesebene ausgestalten werden.

Eines ist jetzt schon sicher: Eine der Branchen, die unter neuen Regelungen am meisten leiden würden, ist der Pflege- und Betreuungssektor, denn bisher musste der Bedarf zu etwa einem Drittel mit Gesundheitspersonal aus dem Ausland gedeckt werden. Diese Rekrutierung von ausländischem Personal schafft aus Sicht des SRK grosse Probleme in den Herkunftsländern, den man nicht ausser Acht lassen kann. Um den zukünftigen Bedarf auch unter neuen Regelungen zu decken, bevorzugt das SRK nicht nur Lösungsansätze im Inland (siehe Text von Christine Kopp in diesem Dossier), sondern auch eine weiterhin unkomplizierte und adäquate Rekrutierung aus dem Ausland. Eine Umsetzung der Initiative dürfte infolge unflexibler Kontingentierung den Fachkräftemangel zusätzlich verschärfen. Mit der Anerkennung der ausländischen Ausbildungsabschlüsse sorgt das SRK dafür, dass alle nicht-universitären Fachpersonen am richtigen Ort und zum richtigen Lohn und guten Arbeitsbedingungen angestellt sind.