Mit Kreativität gegen Verschwendung

Wie Sie mit allem fertig werden

Den Vorratsschrank gefüllt, aber keine Idee was Sie kochen könnten? Vielleicht mögen Sie es kaum noch lesen oder hören: Aber auch in diesem Punkt gibt es die Lösung online.

Rezept
Restlos-glücklich-Gratin
Für zwei Personen

Zutaten
1 Zwiebel
2 Knoblauchzehen
Olivenöl
Optional oder wenn vorhanden: 1 Rüebli und/oder 1 Peperoni
1 EL Essig
1 Dose Pelati oder frische Tomaten gehackt
1 Dose rote Bohnen oder andere Hülsenfrüchte
1 TL Paprika
Optional Chili (Pulver oder gehackt, nur wer’s gerne scharf mag)
Salz, Pfeffer
Ca. 4 Scheiben Brot (besser nicht Vollkorn)
50 – 100 g Halbhart-Käse (z.B. Raclettekäse, Greyerzer, Bergkäse etc.)
Frische Kräuter wenn vorhanden (Oregano, Rosmarin oder Petersilie)

Zubereitung
Knoblauch, Zwiebel sowie allenfalls das Rüebli schälen und sehr klein hacken. Die Peperoni (es geht auch ohne) entkernen und in feine Streifen schneiden. 1 EL Olivenöl in einer Bratpfanne erhitzen. Das zerkleinerte Gemüse sowie Paprika und Chili beigeben, alles leicht anbraten. Mit 1 EL Essig ablöschen. Die Tomaten aus der Dose und etwas Wasser beifügen. Wenn Sie frische Tomaten verwenden, geben Sie noch etwas Tomatenpüree dazu. Mindestens 30 Minuten mit Deckel leise köcheln lassen, dann vom Herd nehmen. Inzwischen das Brot in dünne Scheiben und den Käse in kleine Würfel schneiden. Den Ofen auf 200 Grad vorheizen. Die Bohnen aus der Dose im Sieb abspülen und zur Tomatensauce geben, ebenso die gehackten Kräuter. Dann die Sauce mit Salz und Pfeffer abschmecken. Verwenden Sie nicht zu viel Salz, denn nun rühren Sie die Käsewürfel in die Sauce und geben alles in eine Gratinform. Legen Sie die Brotscheiben darauf und wenden Sie diese ein Mal, damit sie Sauce annehmen. Dann leicht in die Sauce eindrücken. 30 Minuten im Ofen backen, bis die Brotränder knusprig sind.

Im Kochbuch zu stöbern oder ein Kochmagazin durchzublättern, ist entspannend und informativ. Manch neues Rezept probieren wir aus, weil wir beim Anblick des Fotos am liebsten zur Gabel greifen möchten. In einem Punkt sind jedoch die zahlreichen Kochplattformen im Internet unschlagbar: Dann, wenn wir nicht wissen, was wir mit der Zucchetti-Rekordernte aus dem Garten noch anstellen könnten oder wie wir die Familie dazu bringen, die zu viel gekauften Rüebli innert einem Tag aufzuessen. Grundsätzlich funktioniert das mit jedem Nahrungsmittel kurz vor dem Ablaufdatum: Die Suchfunktion auf der Kochwebsite bringt immer ein Resultat. Also, ersetzen wir die Frage «Was könnte ich heute kochen?» durch «Was sollte ich noch aufbrauchen?» Wir entdecken ungeahnt feine Rezepte, retten viel Gutes vor dem Abfalleimer und schonen erst noch das Haushaltbudget.

Hier ein Rezept, das gleich zwei der häufigsten Produkte vor der Entsorgung bewahrt: Käseresten und zu viel gekauftes Brot. Die übrigen Zutaten stammen aus dem langfristigen Vorrat, wo Sie vielleicht nun wieder Platz schaffen möchten. Der Restlos-glücklich-Gratin schmeckt übrigens so gut, dass wir ihn auch mal zubereiten, wenn wir die Zutaten dafür noch kaufen müssen.