Rezept aus Laos

Kin khau läo boo? Haben Sie schon gegessen?

Auf unserer Gönnerreise darf ich einer interessierten Gruppe zeigen, wie das SRK in Laos arbeitet und die Kultur des Landes näher bringen. Für laotische Familien hat das gemeinsame Essen hat einen wichtigen Stellenwert. Aber was zeichnet die laotische Küche aus?

Kai Kua Sikay – Zitronengras Poulet

Zutaten für 4 Personen
3 Esslöffel neutrales Speiseöl
6 Stangen Zitronengras*
1 Zwiebel
5 Stücke Galgant*
5 Kaffir-Limettenblätter*
5 Schalotten
2 Knoblauchzehen
1 Teelöffel Zucker
500 g Pouletfleisch geschnitten
1 grüne Peperoni
1 kleiner Blumenkohl
1 Broccoli
optional Bambussprossen (Dose)*
250 ml Kokosmilch
2 TL Fischsauce*
¼ TL Sojabohnenpaste*
1 TL Austernsauce*
1 TL Limettensaft
3 Frühlingszwiebeln in Streifen

*im Asiashop erhältlich

Zubereitung
Zwiebel in Streifen und das Gemüse in mundgerechte Stücke schneiden. Vom Zitronengras der weichste helle Teil in dünnste Streifchen schneiden (ca. 1 EL voll), restliche Stangen in ca. 5 cm lange Stücke teilen. Schalotten und Knoblauch fein reiben oder hacken. Das Öl in einer weiten Pfanne (Wok) erhitzen. Zitronengrasstücke und alle Zutaten bis zum Knoblauch anbraten. Zucker darüber streuen und caramelisieren. Poulet und Gemüse beifügen, kurz mitbraten, dann Kokosmilch beigeben. Alle Gewürze und feingeschnittenes Zitronengras beifügen und auf kleinem Feuer garen. Am Schluss abschmecken mit Salz und Limettensaft. Frühlingszwiebeln vor dem Servieren darüber streuen. Mit Parfumreis servieren.

Linda Rattana ist Besitzerin des Restaurant Bamboo Tree in Luang prabang und zudem Kochschulleiterin. «Die Frische, sowie die wichtigsten Gewürze und Kräuter prägen die laotische Küche», erklärt uns Linda Rattana. Unser Kochkurs startet auf dem Markt, wo wir die Gewürze kennenlernen: diverse Kräuter, Galgant, Chilli, Zwiebeln, Ingwer, Knoblauch, Fischsauce und vor allem Zitronengras. Fisch, verschiedenste Gemüsesorten und natürlich Reis sind Hauptbestandteil der meisten Gerichte.

Bekannt ist der rote Sticky Rice (Klebreis), welcher zu kleinen Bällchen geformt und von Hand gegessen wird. Unser Vorurteil, dass die asiatische Küche zu kompliziert und aufwändig für uns sein könnte, hat sich im Verlauf des Kurses widerlegt.

Die einzelnen Gerichte sind sehr einfach zuzubereiten und sind meist innerhalb von 20 Minuten fertig. So bleiben die Frische und die Düfte der Gewürze und Kräuter erhalten.

Besonders stolz waren wir schliesslich auf unsere Dekorations-Schnitzereien und den Fisch im Bananenblattpaket. Das Auge isst ja bekanntlich mit. Das Besondere an den laotischen Menüs ist, dass alle Gänge gleichzeitig serviert werden. So geniessen wir nach getaner Arbeit ganz im Sinne der laotischen Kultur das gemeinsame Zusammensitzen beim Essen. Khoop tschai, Soen seep! - Vielen Dank, guten Appetit!