Herzlichen Dank, Rotes Kreuz!

Ernst Widmer, Fan vom SRK und dem Notruf

Als Fan des Schweizerischen Roten Kreuzes (SRK) hat Ernst Widmer durch die Plakate und Inserate alte Freunde wiedergefunden. Der Notruf des SRK erlaubt dem aktiven Rentner seit Mitte fünfzig, dass er alleine in seinem geliebten Zuhause bleiben kann. Damals erlebte er die schlimmste Zeit seines Lebens.

Rotkreuz-Notruf: Sicherheit nach Mass

Ob viel unterwegs oder meist zuhause, der Rotkreuz-Notruf hat für jeden Lebensstil die passende Lösung. Das System Casa sorgt zu Hause für Sicherheit. Neben einem Gerät mit Freisprecheinrichtung umfasst es einen Sender, den die Person ständig bei sich trägt. Auf Knopfdruck kann in jeder Situation die Notrufzentrale alarmiert werden. Von unterwegs dient das Mobiltelefon als Notrufknopf und übermittelt gleich den genauen Standort in die Zentrale, wenn dies gewünscht wird. Der Rotkreuz-Notruf lässt sich mit Zusatzdiensten wie Bewegungs- oder Rauchmeldern erweitern.

Schon als Kleinkind litt Ernst Widmer unter Atembeschwerden. Als Asthmatiker erkrankte er immer wieder an Bronchitis. Doch nie hätte er sich vorstellen können, dass seine Gesundheit sich so dramatisch verschlechtern könnte, dass seine Selbstständigkeit, ja sein ganzes Leben kurz vor dem 50. Geburtstag plötzlich infrage gestellt würde. Nur dank dem Rotkreuz-Notruf konnte er dennoch in seinem Haus wohnen bleiben.
Es begann alles 1996 mit einer nicht richtig abgeheilten Bronchitis. Im Jahr darauf zeigte sein Herz erste Anzeichen einer Schwäche. Da sich sein Zustand zusehends verschlimmerte, musste er sich im Jahr 2000 einer Operation unterziehen, bei der ihm ein Herzschrittmacher mit Defibrillator implantiert wurde. Eine schwierige Zeit begann. Ernst Widmer war schon geschwächt, weshalb er sein Arbeitspensum als Lehrer um 50 Prozent reduzieren musste. Als 2003 seine Frau an Krebs starb, die er als «Liebe seines Lebens» bezeichnet, ist der Verlust für ihn unbeschreiblich gross. Seine Gesundheit verschlechterte sich weiter, wohl umso mehr, als er nun alleine leben musste. Mehrmals verlor er zu Hause das Bewusstsein. Seine Kinder fürchteten um sein Leben. Der Gedanke, dass ihr Vater alleine in seinem Haus war, bereitete ihnen schlaflose Nächte. Sie bestanden darauf, den Rotkreuz-Notruf installieren zu lassen, was Ernst Widmer schliesslich akzeptierte. Er entschied sich für das Armbandmodell, mit dem er jederzeit Hilfe anfordern kann, weil er den Sender ständig auf sich trägt.

Ein neues Herz für ein neues Leben

2011 wendete sich das Blatt für Ernst Widmer. Nach mehrjähriger Wartezeit erhielt der mittlerweile Frühpensionierte endlich ein neues Herz. Glücklicherweise war die Operation erfolgreich, aber er musste wieder Kraft und Zuversicht schöpfen, um die Folgen der Transplantation zu bewältigen. Zunächst war er noch sehr geschwächt und musste direkt nach der Transplantation sogar ins Koma versetzt werden. Daher waren er und seine Angehörigen froh, dass der Rotkreuz-Notruf zu Hause bereits installiert war. 2012 brach sich Ernst Widmer den Oberschenkel wegen Knochenschwunds. Das Risiko eines erneuten Unfalls bleibt, überall, auch zuhause.

Fan vom Roten Kreuz

Heute ist sein Gesundheitszustand stabil. Seit zwei Jahren nutzt er statt dem Armband das Handy für den Notruf. So kann er auch unterwegs den Rotkreuz-Notruf auslösen. Er und seine Angehörigen können den Alltag nun sorgloser angehen. Durch seine neue Rolle als Fan des SRK hat er sogar eine gewisse Berühmtheit erlangt. «Mein Sohn war ganz erstaunt, als er mich im Strandbad Luzern auf einem Plakat erblickte», erzählt der mittlerweile 68-Jährige amüsiert. Auch ein ehemaliger Schüler hat ihn auf einem SRK-Inserat in einer Zeitschrift erkannt und sich bei ihm gemeldet. Und von einem früheren Handballkollegen hat er einen Brief erhalten. Gelegentlich tritt er an Veranstaltungen auf, um über seine Erfahrungen zu berichten und auf die Vorteile der Freiwilligenarbeit des SRK hinzuweisen.
Neben dieser repräsentativen Tätigkeit besucht Ernst Widmer regelmässig Chorproben und lernt fleissig Italienisch. Zu Hause setzt er sich gerne ans Klavier und spielt seine Lieblingsstücke wie «Let It Be» von den Beatles oder «Ewigi Liebi». Drei Mal pro Woche geht er ins Fitnessstudio, pedalt auf seinem Hometrainer oder unternimmt kleine Veloausflüge. Bei schönem Wetter geniesst er seinen Garten, wo er im Herbst die Äpfel direkt vom Baum pflücken kann. Nur etwas fehlt ihm zu seinem Glück: Trotz all der Plakate und Inserate des SRK hat er (noch) keine neue Liebe gefunden. Mit seinem neuen Herzen würde er gerne sein Glück mit einem anderen Menschen teilen.