Äthiopien

Äthiopische Küche - Würzig, warm und nährend

Die äthiopische Küche ist sehr würzig und bietet mit Injera ein Fladenbrot, das auf seine Art unvergleichlich ist. Es ist auch an den veganen Fastentagen das Grundnahrungsmittel.

Shiro
Beilage für 4 Personen

Zutaten
1.5 dl Speiseöl
1 grosse Zwiebel, fein gehackt
240 g Kichererbsenmehl
¼ TL *Berbere-Gewürzmischung, nach Belieben mehr

Zubereitung
Ca. 1 Liter Wasser aufkochen. In einer grossen Pfanne das Öl erwärmen und die Zwiebel unter ständigem Rühren weich dünsten, evtl. etwas Wasser beigeben. In einer Schüssel das Kichererbsenmehl unter ständiger Beigabe von ca. 7 dl heissem Wasser zu einem glatten Brei verrühren. Berbere zur Zwiebel in die Pfanne geben und kurz mitdünsten. Dann den Brei aus der Schüssel in die Pfanne geben und wenn nötig zusätzliches Wasser beifügen. Ständig mit dem Schwingbesen rühren, um Anbrennen und Klumpen zu vermeiden. Den Herd abstellen, sobald der Brei heiss ist. Mit Salz, Pfeffer und Chili abschmecken.

*Berbere ist eine Gewürzmischung, die nur im spezialisierten Handel erhältlich ist. Als Ersatz kann man folgende Gewürze zusammenmischen: 1 Messerspitze Chilipulver,½ TL schwarzer Pfeffer, 1 TL gemahlener Piment, ½ TL gemahlene Kreuzkümmel, 1 Messerspitze Muskat, ¼ TL Paprika edelsüss, ¼ TL geräucherter Paprika

In der Schweiz gibt es ein paar wenige Restaurants, die äthiopische Gerichte anbieten. «Doch ausgerechnet während Ferien in Island habe ich vor sechs Jahren zum ersten Mal äthiopisch gegessen», erzählt Andrea Schmid, die Anfang Jahr acht Wochen in Äthiopien für das SRK tätig war. Die Spezialitäten der äthiopischen Küche zeugen von der Lebensweise und den klimatischen Bedingungen im Land. Gerichte mit Fleisch von Ziegen, Rindern oder Schafen sind beliebt, Schweinefleisch wird jedoch selten verwendet, da ein Grossteil der Bevölkerung dem Islam oder der Äthiopisch-orthodoxen Kirche angehören.

Letztere verbietet in der Fastenzeit sowie an zwei Tagen pro Woche tierische Produkte zu konsumieren. Die Mitarbeiterin der SRK-Katastrophenhilfe bestätigt, wie strikte die Fastentage eingehalten werden: «Jeweils mittwochs und freitags wurde vegan gegessen, was ich durchaus schätzte. Ich mag Shiro, den warmen, gut gewürzten Kichererbsenbrei.» In Äthiopien wird eher scharf gewürzt und man isst breiartige Gerichte und Saucen von Hand mit gefaltetem Injera. Die feuchten, flachen Sauerteigfladen sind weltweit einzigartig und werden in einer Bratpfanne mit Deckel gebacken. Im Internet findet man entsprechende Rezepte. Aber Vorsicht, der Teig muss ein paar Tage im Voraus angesetzt werden. Als zusätzliche vegane Beilage passt zu Shiro ein Blattspinat, der nach äthiopischer Art mit Chili und Knoblauch zubereitet wird.