Katastrophenhilfe

Weltkatastrophenbericht 2012

Der Weltkatastrophenbericht 2012 des Roten Kreuzes ist dem Thema erzwungene Migration gewidmet. Weltweit sind über 70 Millionen Menschen wegen bewaffneten Konflikten und Katastrophen von ihrem Wohnort vertrieben.

Ob in Syrien, Pakistan oder Mali: In diesen und vielen anderen Ländern sind Menschen auf der Flucht. Als Vertriebene im eigenen Land oder als Flüchtlinge in Nachbarländern. Sie sind auf der Flucht vor Gewalt und Krieg, aber auch vor den Folgen von Natur- und Umweltkatastrophen. Besonders hart trifft dieses Schicksal Frauen und Kinder. Die komplexen Ursachen der erzwungenen Migration von 70 Millionen Menschen beleuchtet der neue Weltkatastrophenbericht des Roten Kreuzes.

Besonders vertieft geht der Bericht auf die gesundheitlichen Auswirkungen der Migration ein. An konkreten Beispielen wird aufgezeigt, wie das Rote Kreuz und andere Organisationen die Gesundheitsdienste für Flüchtlinge und Vertriebene verstärken.

Die zunehmende Vertreibung der Landbevölkerung durch das internationale Agro-Business wird am Beispiel von Kolumbien aufgezeigt. Die Kleinbauern leben vielfach als intern Vertriebene in den Slums der Städte, da ihr Land für Grossplantagen zum Anbau von Soja und Palmöl auch für unsere Nahrungsmittel genutzt wird.

Der jährliche «World Disasters Report» wird von der Internationalen Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften in Genf veröffentlicht. Der Bericht existiert in seiner integralen Version in Englisch und kann auf der Website www.ifrc.org herunter geladen werden. Dort findet sich auch je eine Zusammenfassung auf Französich, Spanisch und Arabisch.