Syrische Flüchtlinge

Verstärkte Hilfe für die kalten Monate

Mehr als eine halbe Million syrische Flüchtlinge leben in Jordanien. Durch die lange Dauer der Krise spitzt sich die Situation weiter zu. Das SRK verstärkt seine Hilfe während der kalten Wintermonate.

«Die Menschen haben keine Perspektiven, das macht ihre Lage noch verzweifelter», sagt Katherine Moore von der Katastrophenhilfe des SRK. Seit mehr als einem Jahr unterstützt das SRK syrische Flüchtlingsfamilien, die in Jordanien Zuflucht fanden. 2.3 Millionen Menschen sind mittlerweile vor dem Bürgerkrieg in Syrien geflohen. Mehr als eine halbe Million ins Nachbarland Jordanien. Viele von ihnen sind dort in leer stehenden Wohnungen untergekommen und leben meist unter prekären Bedingungen. Miete, Wasser, Essen und Medikament fressen ihre Ersparnisse rasch weg. Die Not wächst mit jedem Monat.

Hilfe auch für arme Jordanier

Die lange Dauer der Krise zermürbt die Menschen. Die Sorge um zurückgelassene Angehörige, die dramatischen Ereignisse in der Heimat und die fehlenden Zukunftsperspektiven drücken auf die Stimmung. Die Situation ist auch eine Belastung für das Gastland, denn längst nicht alle jordanischen Familien sind auf Rosen gebettet. Immer häufiger kommt es zu Spannungen zwischen Zugewanderten und Einheimischen. Um die kalten Wintermonate besser zu überstehen hat das SRK Wolldecken und Gasheizungen an Bedürftige abgegeben. Dabei unterstützte es nicht nur Flüchtlingsfamilien sondern auch 200 arme jordanische Familien, die genauso unter der Kälte leiden.

Bargeld zur freien Verfügung

Das SRK unterstützt 1600 besonders verletzliche, kinderreiche oder von Krankheit betroffene Familien bei der Bewältigung ihres schwierigen Alltags. Sie erhalten durchschnittlich 160 Franken pro Monat, der Betrag variiert je nach Familiengrösse. Er ermöglicht es ihnen, ihre Würde zu wahren und eine gewisse Selbständigkeit. Das Geld können sie so einteilen, wie sie es am dringendsten benötigen.