Hurrikan Irma

SRK-Nothelfer sind auf St. Maarten eingetroffen

In der Karibik ist die Rotkreuz-Hilfe nach Hurrikan Irma angelaufen. Nothilfe-Spezialisten des SRK stehen auf St. Maarten und Antigua im Einsatz.

Einen Tag nach ihrer Abreise aus der Schweiz sind die fünf Nothilfe-Logistiker des SRK am Donnerstag auf St. Maarten eingetroffen. Da der Flughafen der Insel für den regulären Luftverkehr geschlossen ist, musste das Team mit einer Militärmaschine aus Curaçao einfliegen.

«Schon beim Anflug konnten wir die immensen Schäden auf der Insel erkennen. Es ist offensichtlich, dass der Weg zurück in die Normalität für die Menschen ein langer sein wird», sagt Thomas Büeler, erfahrener Nothilfe-Logistiker des SRK, kurz nach der Ankunft. 

In den kommenden Tagen wird das Team zusammen mit dem Niederländischen Roten Kreuz die dringendsten Bedürfnisse der Bevölkerung abklären und die Beschaffung der entsprechenden Güter organisieren. Dafür werden so weit wie möglich die lokalen Märkte berücksichtigt. «Es ist wichtig, die Bevölkerung und die vorhandenen Strukturen in unsere Hilfe einzubinden», erläutert Thomas Büeler. Da ein Grossteil der Insel zerstört wurde, werden aber auch zahlreiche Hilfslieferungen aus dem Ausland erwartet. Nebst der Entgegennahme dieser Güter kümmern sich die Logistik-Spezialisten auch um deren geeignete Zwischenlagerung und die effiziente Verteilung an die Bevölkerung.

Verstärkung der Nothilfe

Eine weitere SRK-Delegierte ist am Donnerstag in die Karibik gereist, um die Nothilfe zu unterstützen. Die Bauingenieurin Regina Wenk bereist von Antigua aus als Teil eines Rotkreuz-Teams verschiedene kleine Inseln, die von Hurrikan Irma massiv getroffen wurden. Von manchen der Inseln gibt es kaum Nachrichten, da Strom und Telekommunikation unterbrochen sind. Da auch die Flughäfen vielerorts zerstört sind, wird die Schweizerin teilweise per Boot unterwegs sein. Aufgabe der Nothelferin ist es, die Bauschäden zu inspizieren und bereits erste Schritte einzuleiten in Hinblick auf Reparatur und Wiederaufbau.