Erdbeben Nepal

SRK erhöht die Nothilfe für Nepal

Das SRK stockt die Unterstützung für die Opfer des Erdbebens in Nepal auf eine Million Franken auf. Sechs Nothilfe-Logistiker sind vor Ort und koordinieren die Hilfsoperation der internationalen Rotkreuz-Bewegung.

In Nepal steigt die Zahl der Todesopfer nach dem schweren Erdbeben vom 25. April weiter. Bis zum 1. Mai wurden 5500 Leichen gezählt, doch die Regierung rechnet damit, dass bis zu 10 000 Menschen ihr Leben verloren haben. 130 000 Häuser wurden zerstört, weitere 85 000 beschädigt. Dadurch haben 2,8 Millionen Menschen ihr Obdach verloren und sind dringend auf Hilfe angewiesen.

Logistik-Team ist vor Ort

Unterdessen ist die internationale Nothilfe angelaufen. Aus aller Welt treffen Hilfsgüter ein. Ein sechsköpfiges SRK-Team ist in Kathmandu zusammen mit einem dänisch-finnischen Team für die logistische Abwicklung sämtlicher Hilfsgüter-Lieferungen der internationalen Rotkreuz-Bewegung verantwortlich. Dabei geht es unter anderem darum Lagerräume, Lastwagen sowie Treibstoff zu organisieren, damit die Hilfsgüter zwischengelagert und möglichst rasch zu den betroffenen Menschen gebracht werden können. Um die Bedürfnisse abzuklären, sind SRK-Nothelfer im Katastrophengebiet unterwegs. «Am dringendsten werden jetzt Zeltblachen gebraucht, damit die Menschen ihre Häuser notdürftig flicken können», berichtet der erfahrene SRK-Nothelfer Fréderic Blas aus der Stadt Dhading, 3,5 Stunden nordwestlich von Kathmandu. Die Strassen in den abgelegenen Regionen seien stark beschädigt, die Dörfer in dieser Region  zu 60 bis 80 Prozent zerstört.

Schwerpunktland des SRK

Das SRK ist Nepal engagiert sich seit 40 Jahren mit einem langfristigen Gesundheitsprogramm und ist dadurch bestens mit dem Nepaleischen Roten Kreuz vernetzt. Das lokale Team beteiligt sich ebenfalls an der Nothilfe.

Für die Nothilfe nach dem verheerenden Erdbeben hat das SRK eine Million Franken gesprochen. Neben den Logistik-Experten und dem Material für dieses Team schickt es 5000 Zeltblachen sowie Werkzeugsortimente ins Katastrophengebiet.

SRK-Team vor der Reise nach Nepal - Interview Radio Energy