Nothilfe Vanuatu

Rotkreuz-Hilfe nach dem Zyklon «Pam»

In der Nacht zum 14. März hat der Zyklon «Pam» weite Teil des südpazifischen Inselstaates Vanuatu und Tuvalu verwüstet. Das lokale Rote Kreuz verteilt Lebensmittel, Trinkwasser und Zelte. Das SRK stellt für die Nothilfe 150 000 Franken zur Verfügung.

Den aus 83 mehrheitlich flachen Inseln bestehenden Staat Vanuatu nordöstlich von Australien hat es hart getroffen. Allein in der Hauptstadt Port Vila sindbis zu 90 Prozent der oft sehr einfachen Häuser zerstört oder stark beschädigt. Insgesamt sind 65 000 Menschen auf Notunterkünfte angewiesen. Auch 500 Schulen wurden verwüstet. Der Zyklon «Pam», der mit 250 Stundenkilometern auf Tuvalu traf, wurde als Tropensturm der höchsten Kategorie 5 eingestuft und ist somit einer der gewaltigsten, die es in der Region bisher gegeben hat.

In den Tagen nach dem Zyklon haben Rotkreuz-Teams im ganzen Land Abklärungen getroffen, um das Ausmass der Zerstörung und die Bedürfnisse der Bevölkerung zu ermitteln. «Priorität hat für die Menschen jetzt ein Obdach, Essen und Wasser sowie erste Hilfe», sagt Augustine Garae, Leiter Katastrophenhilfe des Vanuatuischen Roten Kreuzes in Port Vila. Rotkreuz-Freiwillige verteilen Hilfsgüter wie Hygiene-Kits, Decken, Wasserkanister, Schlafmatten oder Küchensets und unterstützen die Behörden in den total 26 Evakuationszentren der Hauptstadt von Vanuatu. Auch die internationale Hilfe ist im Gang. Vor allem Rotkreuz-Organisationen aus der Region, wie Australien oder Neuseeland sind bisher aktiv. Das Schweizerische Rote Kreuz (SRK) hat für die Nothilfe mit Unterstützung des Bundes 150 000 Franken bereit gestellt, zwei Logistiker sind in Bereitschaft, um bei Bedarf auszureisen und die Hilfsoperation zu unterstützen.

Zeitgleich mit der Katastrophe in Vanuatu fand im japanischen Sendai von 15.–18. März die 3. UNO-Weltkonferenz zur Katastrophenvorsorge statt, an der auch 42 nationale Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften teilnehmen. Beat von Däniken vertrat als Leiter Internationale Zusammenarbeit des SRK das Schweizer Netzwerk der Hilfswerke in Sendai. «Dieser verheerende Zyklon zeigt einmal mehr, wie wichtig Katastrophenvorsorge ist, einer der Schwerpunkte unserer Arbeit. Dadurch können Menschenleben geschützt und das Ausmass von zerstörenden Naturgewalten minimiert werden.»

Spenden werden dankend entgegen genommen auf Postkonto 30-4200-3,
Vermerk Zyklon «Pam»
IBAN CH43 0900 0000 3000 4200 3
Schweizerisches Rotes Kreuz, 3001 Bern