Katastrophenhilfe

Nothilfe weltweit

Überschwemmungen, Erdbeben, Gewalt oder Hunger rauben jährlich Hunderttausenden die Existenzgrundlage. Die Katastrophenhilfe des Roten Kreuzes ist für sie oft überlebenswichtig.

Jedes Jahr leistet das SRK in rund 20 Ländern humanitäre Nothilfe. Rotkreuz-Mitarbeitende bergen Erdbebenopfer, verteilen Nahrung und Trinkwasser und leisten erste Hilfe. Decken, Zelte und Kochutensilien stellen das Überleben der Obdachlosen sicher und bieten Schutz vor Wind und Kälte. Daneben liefert das SRK Medikamente, Verbandsmaterial und chirurgische Instrumente an Spitäler und Gesundheitsposten.

Einsatz von Fachleuten

Bei Katastrophen ist rasche Hilfe durch Spezialisten gefragt. Wenn immer möglich setzt das Rote Kreuz lokale Fachleute ein. Für die Soforthilfe engagiert das SRK aber auch erfahrene und spezialisierte Logistiker sowie medizinisches Personal. Es hat dazu Nothilfeteams aufgebaut, die kurzfristig aufgeboten werden können.

In Absprache mit den andern Rotkreuzgesellschaften schickt das SRK Hilfsgüter in die betroffenen Regionen. Im seinem Warenlager in Wabern bei Bern stehen dazu Zelte und andere Hilfsgüter für rund 200 Familien bereit. Damit im Krisenfall noch rascher gehandelt werden kann, hat das SRK in Panama, Malaysia und Ghana regionale Hilfsgüterlager eingerichtet.

Ein weltweites Netz

Die Hilfe des SRK erfolgt im Rahmen der weltweiten Rotkreuzbewegung. In Kriegsgebieten ist das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) meist schon vor Ort. Bei Naturkatastrophen koordiniert die Internationale Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften gemeinsam mit der nationalen Gesellschaft und ihren Rotkreuzfreiwilligen die Hilfe.

Doch Leben retten reicht allein nicht aus. Zusammen mit den Menschen vor Ort werden Grundlagen geschaffen, um künftigen Katastrophen vorzubeugen. Auch die Nothilfe soll die Selbsthilfe der Bevölkerung stärken und lokale Strukturen nutzen.