Afrika

Nothilfe für südsudanesische Flüchtlinge

Immer mehr Menschen fliehen vor der Gewalt im Südsudan, die humanitäre Lage ist prekär. Im benachbarten Äthiopien leistet das SRK Nothilfe in den Flüchtlingslagern. Der Länder-Delegierte kehrt nach Südsudan zurück.

Der Ausbruch der Gewalt im vergangenen Dezember hat Südsudan in eine neue, tiefe Krise gestürzt. Die Menschen, die nach Jahrzehnten des Krieges auf eine friedliche Zukunft hofften, leben wieder in Angst und Schrecken. Die Arbeit des SRK ist direkt betroffen. Das Gesundheitsprogramm, das in den letzten Jahren aufgebaut wurde, muss vorläufig sistiert werden. Das SRK hat auch Personal ausgebildet und Rotkreuz-Freiwillige geschult. Deren Wissen erweist sich jetzt als äusserst wertvoll. Viele der vom SRK ausgebildeten Frauen und Männer engagierten sich in den vergangenen Wochen in der Nothilfe. Denn der gewaltsame Konflikt hat genau die Projektregionen des SRK hart getroffen.

850'000 Menschen auf der Flucht

Die Gewalt treibt viele Menschen in die Flucht. Bereits wurden mehr als 850‘000 Menschen aus ihren Dörfern vertrieben, rund 125‘000 sind in die benachbarten Länder geflohen. In Äthiopien, wo sich das SRK seit mehreren Jahren im Gesundheitsbereich engagiert, wird die Delegation verstärkt. In der Grenzregion Gambela, wo Tausende südsudanesische Flüchtlinge gestrandet sind, unterstützt das SRK das Rote Kreuz von Äthiopien bei der Verbesserung der Hygiene, der Organisation von Krankentransporten und der Durchführung von Impfkampagnen. Die humanitäre Situation ist perkär, bereits sind in einigen Lagern Polio und Masern ausgebrochen. Auch in Uganda, wo der Strom der eintreffenden Flüchtlinge nicht abreisst, bereitet das SRK eine Nothilfe-Aktion vor.

Delegierter kehrt nach Juba zurück

In den nächsten Tagen kehrt zudem der Länderdelegierte des SRK nach seiner vorübergehenden Evakuation wieder nach Südsudan zurück. Von der Hauptstadt Juba aus wird er das südsudanesische Rote Kreuz bei der Versorgung von Vertriebenen unterstützen und seine langjährigen Kontakte bei der Koordination der internationalen Hilfe nutzen. «Es ist wichtig, dass wir unsere südsudanesischen Partner nicht im Stich lassen», betont der Delegierte James Mwanza.

Für die Nothilfe im Südsudan und den umliegenden Ländern stellt das SRK mit Unterstützung des Bundes vorläufig 600‘000 Franken bereit.

Danke für Ihre Spende für die Opfer des Konflikts im Südsudan!
Postkonto SRK 30-9700-0
IBAN CH97 0900 0000 3000 9700 0
Vermerk: «Krise Südsudan»