Explosion in Beirut

Not und Verzweiflung nach der zweifachen Explosion in Beirut

Nach der Katastrophe, die am 4. August 2020 den Beiruter Hafen verwüstet hat, setzt das Libanesische Rote Kreuz alle medizinischen Notfallteams ein, um die Verletzten zu versorgen. Das SRK unterstützt seine Schwestergesellschaft seit vielen Jahren beim Ausbau des Blutspendedienstes und bei der Katastrophenvorsorge.

Die zweifache Explosion, die am 4. August den Hafen von Beirut erschüttert hat, hinterlässt eine schwer getroffene Stadt: in Trümmern liegende Gebäude, ausgebrannte Autos, vor allem jedoch über hundert Tote und Tausende von Verletzten. Die Bilder, die uns erreichen, sind erschütternd. Das Libanesische Rote Kreuz hat sein gesamtes medizinisches Personal aufgeboten, um den Opfern dieser Katastrophe beizustehen. Rund 125 Ambulanzen und 375 medizinische Notfallteams wurden ins Stadtzentrum entsandt, um die Verletzten zu bergen und zu versorgen. An verschiedenen Standorten in der Stadt wurden Erste-Hilfe-Posten eingerichtet, um möglichst rasch die Erstversorgung zu gewährleisten. Angesichts des immensen Blutbedarfs hat das Libanesische Rote Kreuz die Bevölkerung zum Blutspenden aufgerufen. Für betroffene Familien wurden provisorische Unterkünfte errichtet, in denen sie Lebensmittel und Hygiene-Kits erhalten.

Blutspendedienst und Ambulanzfahrzeuge

Seit 2013 unterstützt das Schweizerische Rote Kreuz (SRK) seine Schwestergesellschaft bei der Stärkung und beim Ausbau des Blutspendedienstes. Zudem hat es während vielen Jahren zum Ausbau des medizinischen Notfalldienstes beigetragen, vor allem durch die Modernisierung der Ambulanzen. Heute verfügt das Libanesische Rote Kreuz über einsatzbereite Ambulanzfahrzeuge und geniesst im Land einen ausgezeichneten Ruf. Auch auf Katastrophen ist die lokale Rotkreuzgesellschaft gut vorbereitet, unter anderem dank der Unterstützung, die das SRK in diesem Bereich geleistet hat.

Zur Bewältigung dieser Katastrophe hat die Internationale Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften (IFRC) einen Betrag von CHF 700 000 bereitgestellt. Auch das SRK hält sich bereit, um sein Hilfsangebot auszubauen und nimmt jetzt Spenden entgegen.