Erdbeben Italien

Neue Begegnungsstätten entstehen

Ein Jahr nach den heftigen Erdbeben in Italien unterstützt das SRK das Italienische Rote Kreuz beim Wiederaufbau in den Gemeinden Visso und Camerino. Dabei entstehen neue Begegnungsorte wie ein Altersheim sowie ein Mehrzweckgebäude.

Das Schweizerische Rote Kreuz (SRK) hat nach den starken Erdbeben im August und Oktober 2016 seinen Kolleginnen und Kollegen des Italienischen Roten Kreuzes Unterstützung angeboten. Die Schweizer Bevölkerung, Partner des SRK, Glückskette und nicht zuletzt die Italienische Botschaft und das Konsulat in der Schweiz sammelten und spendeten für die Betroffenen des Erdbebens fast eine halbe Million Franken. Die Gelder wurden an das Italienische Rote Kreuz für dessen umfangreiche Nothilfe und den Wiederaufbau weitergeleitet.

Das neue Altersheim Casa Amica

In der Kleinstadt Camerino in der Region Marken entsteht mit der Unterstützung aus der Schweiz ein Altersheim. Ein passendes Gebäude wurde gefunden, die Renovation und Umgestaltung beginnt im September. Das Haus bietet für bis zu 70 Seniorinnen und Senioren aus Camerino und Umgebung einen Ort der Begegnung. In der «Casa Amica» werden auch medizinische Pflege und psychologische Betreuung angeboten. Im Dezember 2017 soll die Casa Amica bezugsbereit sein. Die Erdbeben vom August und Oktober 2016 zerstörten wichtige Infrastruktur und Teile des historischen Stadtkerns Camerinos. Selbst Kirchen, die so manche Beben überdauert hatten, stürzten ein.

Mehrzweckgebäude in Visso

Auch in Visso war der historische Dorfkern nach den Erdbeben praktisch unbewohnbar. Zudem verlor die Gemeinde wichtige Begegnungsorte der Bewohnerinnen und Bewohner. Mit der Unterstützung aus der Schweiz erhält Visso ein neues Mehrzweckgebäude. Freiwillige des lokalen Italienischen Roten Kreuzes werden die Räumlichkeiten für ihre Trainings brauchen, sie bieten zudem Platz für diverse Veranstaltungen der Gemeinde. Die Räumlichkeiten sollen zudem bei einem möglichen nächsten Notfall als Einsatz- und Koordinationsort zur Verfügung stehen.

Erbebenserie in Italien

Das Erdbeben der Stärke 6 auf der Richter-Skala erschütterte Mittelitalien in den frühen Morgenstunden des 24. August 2016. Das erste Beben einer ganzen Serie forderte fast 300 Tote. Rund 3000 Menschen wurden obdachlos. Tausende von Freiwilligen und Mitarbeitenden des Italienischen Roten Kreuzes unterstützten die betroffene Bevölkerung unmittelbar nach der Katastrophe auf vielfältige Weise. Sie engagierten sich auch in den folgenden Monaten beim Wiederaufbau und während des Winters. Bei den starken Folgebeben im Oktober 2016 und Januar 2017 leisteten sie ebenfalls Nothilfe.