Mosambik

Nach Idai trifft Zyklon Kenneth Mosambik

Zum zweiten Mal innert sechs Wochen ist ein Zyklon in Mosambik auf Land getroffen und hinterlässt gewaltige Zerstörung. Zehntausende Menschen sind betroffen. Das Rote Kreuz ist vor Ort und unterstützt die Bevölkerung.

Zyklon Kenneth ist am Donnerstagabend, 25. April mit über 200 Stundenkilometer auf die nördliche Küste Mosambiks getroffen. Auch dieser zweite Zyklon innerhalb von sechs Wochen richtete erhebliche Zerstörungen im südostafrikanischen Land an, in Regionen, die von Idai noch verschont blieben. Zahlreiche Häuser, Schulen, Gesundheitseinrichtungen und die Infrastruktur in der Provinz Cabo Delgado wurden zum Teil komplett zerstört. Anhaltende heftige Regenfälle führen zudem zu verheerenden Überschwemmungen und Erdrutschen.

Helfer des Mosambikanischen Roten Kreuzes sind pausenlos im Einsatz, um Betroffene zu evakuieren und zu versorgen. Zahlreiche Menschen haben ihr Obdach verloren, haben kaum sauberes Trinkwasser und Lebensmittel. Das Wasser steht gemäss Rotkreuz-Freiwilligen zum Teil noch hüfthoch. Wie schon Zyklon Idai hat auch Kenneth die diesjährige Ernte in der nun betroffenen Region im Norden Mosambiks zerstört. Da viele Gemeinden weiterhin von der Aussenwelt abgeschnitten sind, ist das Ausmass der Katastrophe noch immer nicht absehbar. Gemäss UN sind über 160 000 Menschen betroffen.

Sechs Wochen nach Zykon Idai

In der von Zyklon Idai am stärksten betroffenen Region Beira steht weiterhin ein Logistikerteam des SRK im Einsatz und koordiniert die internationale Rotkreuz-Hilfe. Tagtäglich stellen sie sicher, dass die dringend nötigen Hilfsgüter die Menschen auch in abgelegenen Gebieten erreichen. Oft bedeutet das stundenlange Fahrten erst per Auto, dann per einfachen Schiffen, bis man die entlegenen Dörfer erreicht.

Cholera-Prävention weiterhin wichtig

Zwei medizinische Fachpersonen unterstützen zudem das Mosambikanische Rote Kreuz für mehrere Wochen bei der Cholera-Prävention. Die erfahrenen SRK-Delegierten schulen Rotkreuz-Freiwillige, die betroffene Personen in den Dörfern identifizieren und sie mit sauberem Trinkwasser und Rehydrations-Salzlösungen versorgen. Zudem sensibilisieren sie die lokale Bevölkerung im Umgang mit Hygiene.

Hilfe für Malawi

Im südlichen Malawi hat Zyklon Idai im März 2019 ebenfalls grosse Schäden verursacht. Das SRK hat seine Hilfe verdoppelt. Eine Bauexpertin, die schon öfters für das SRK nach Katastrophen im Einsatz war, reist nun in das betroffene Gebiet, um das Malawische Rote Kreuz bei den Abklärungen für den bevorstehenden Wiederaufbau zu unterstützen.

Für die Nothilfe nach dem Tropensturm Idai ist das SRK auf Spenden angewiesen. Mit Unterstützung des Bundes hat es bisher eine Million Franken gesprochen.