Zyklon Idai

In Mosambik und Malawi beginnt der Wiederaufbau

Drei Monate, nachdem Zyklon Idai Südostafrika heimgesucht hat, schliesst das SRK seine Nothilfe ab und setzt gleichzeitig das Engagement in der Region fort, um der betroffenen Bevölkerung beim Wiederaufbau zu helfen.

Fast 1000 Menschen sind gestorben, 183 000 Häuser und mehr als 750 000 Hektar Ackerland wurden ganz oder teilweise zerstört: In der Nacht zum 15. März 2019 hat Zyklon Idai – und einen Monat später Zyklon Kenneth – in Mosambik, Malawi und Simbabwe massive Schäden angerichtet, unter denen unzählige Menschen in der Region leiden. Drei Monate nach der Katastrophe schliesst das SRK nun seine Nothilfemassnahmen ab.

Grösster Einsatz seit Hurrikan Matthew

Nur wenige Tage nach dem verheerenden Tropensturm Idai leitete das SRK seine Nothilfe ein und schickte ein siebenköpfiges Team nach Mosambik, das im Bereich der Logistik Unterstützung leistete. Airbus stellte ein Frachtflugzeug zur Verfügung, das über 40 Tonnen Material und Hilfsgüter des SRK und der Humanitären Hilfe der DEZA ins Land brachte. «Die Nothilfe nach Zyklon Idai war der grösste Einsatz eines SRK-Logistikteams seit Hurrikan Matthew im Jahr 2016», erklärt Beatrice Weber, Leiterin der Katastrophenhilfe des SRK. In drei Monaten waren ungefähr 20 Personen, Logistikfachleute und medizinisches Personal, abwechselnd vor Ort im Einsatz. In Zusammenarbeit mit dem Roten Kreuz in Mosambik und der Internationalen Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften konnten sie über 116 000 Menschen in Mosambik mit Nothilfe-Massnahmen unterstützen.

Ausbruch von Cholera verhindert

Neben den logistischen Herausforderungen erhöhten anhaltende sintflutartige Regenfälle und stehendes und verschmutztes Wasser das Risiko von Epidemien. Sehr schnell brachen die ersten Fälle von Cholera aus. Aus diesem Grund schickte das SRK einen Arzt vor Ort, der die lokalen Freiwilligen darin schulte, Symptome zu erkennen und die Infektion zu behandeln. Seit Idai gab es 225 Fälle von Cholera in der Region. «Dank der Unterstützung und vor allem dem raschen Handeln der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung konnte eine grössere Epidemie verhindert werden», sagt Beatrice Weber.

Wiederaufbau kann beginnen

In Mosambik ist die Soforthilfe des SRK nun abgeschlossen. In Malawi, wo sich die Organisation bereits langjährig für Projekte in den Bereichen Gesundheit, Zugang zu sauberem Trinkwasser und Blutspende engagiert, geht die Hilfe weiter. Das SRK plant ein umfassendes Wiederaufbauprogramm und hat eine Spezialistin in das Gebiet geschickt, um die Lage vor Ort zu prüfen.