Unwetter Karibik

Hurrikan «Maria» folgt auf «Irma»

Eine Woche nach Hurrikan «Irma» bedroht ein neuer Wirbelsturm die karibischen Inseln. Auf St. Maarten, wo Nothilfe-Logistiker des SRK im Einsatz sind, müssen die Hilfsoperationen aus Sicherheitsgründen kurzzeitig unterbrochen werden.

Erneut hinterlässt ein Hurrikan der höchsten Kategorie 5 Verwüstung und Verunsicherung in der Karibik. Hurrikan «Maria» folgt nur wenige Tage nach Hurrikan «Irma» auf einem ähnlichen Kurs durch die östliche Karibik und hat in der Nacht auf Dienstag insbesondere die Insel Dominica hart getroffen.

Die bereits laufenden Hilfsoperationen des Roten Kreuzes auf den von «Irma» getroffenen Inseln sind durch den erneuten Sturm ebenfalls betroffen. Zwar hat «Maria» die meisten bereits von Hurrikan «Irma» verwüsteten Inseln nur gestreift, trotzdem gab es auch auf diesen starke Winde und heftigen Regen. Die Menschen brachten sich und was «Irma» nicht bereits zerstört hatte, in Sicherheit. «Wir haben die Nacht im Jugendgefängnis auf St. Maarten verbracht», erzählt Thomas Büeler, Nothilfe-Logistiker des SRK, dessen Team seit letzter Woche die Nothilfe des Niederländischen Roten Kreuzes auf den Inseln St. Maarten, Saba und St. Eustatius unterstützt. «Es ist eine der wenigen verfügbaren Notunterkünfte. Das Gefängnis ist nicht in Betrieb, aber es hat ‚Irma‘ widerstanden.»

Hurrikan «Maria» ist nicht nur eine erneute Bedrohung für die karibischen Inseln, er verzögert auch die Verteilung der dringend benötigten Hilfsgüter an die Betroffenen. Flüge mussten gestrichen und Häfen vorübergehen geschlossen werden. Die Verteilung von sauberem Trinkwasser, Nahrungsmitteln und Blachen für erste Notunterkünfte musste unterbrochen werden. «Es gilt Sturmwarnung bis mindestens morgen Mittwochabend», sagt Thomas Büeler. «Sobald es sicher genug ist, werden wir die Arbeit unverzüglich wieder aufnehmen.»