Flüchtlinge im Mittelmeer

Humanitäre Notlagen erfordern humanitäre Lösungen

Am Wochenende vom 20. April ist es im Mittelmeer erneut zu einer Katastrophe mit einem überladenen Flüchtlingsschiff gekommen, bei der mehrere hundert Menschen, darunter auch viele Frauen und Kinder, ums Leben gekommen sind.

Gestützt auf die Rotkreuzgrundsätze, auf denen sich seit 50 Jahren die Mission und Aufgaben auch des Schweizerischen Roten Kreuzes stützen, bemüht sich das SRK menschliches Leid in der Schweiz und auch im Ausland zu lindern und zu verhindern. Dazu gehört auch der Schutz von Flüchtlingen.

Im Zusammenhang mit den tragischen Ereignissen im Mittelmeer fordert das SRK dazu auf, dass die Staaten Europas, und damit auch die Schweiz, alles in ihrer Macht stehende tun, damit solche Katastrophen schon in naher Zukunft vermieden werden können.

Einreise über humanitäre Visa

Angesichts der anhaltenden Flüchtlingsströme ist der Aufbau eines effizienten europäischen Seenotrettungssystems vordringlich. Es muss sichergestellt werden, dass Menschen auf der Flucht die Möglichkeit erhalten, legal und sicher von Afrika nach Europa zu gelangen. Dazu müssen Massnahmen wie die gruppenweise Aufnahme und die Einreise über humanitäre Visa schnell geplant und umgesetzt werden, wofür sich das SRK gegenüber Bundesbehörden und Parlament immer wieder stark macht. Schliesslich braucht es gemeinsame Anstrengungen, Flüchtlinge gerecht auf die Länder Europas zu verteilen.

SRK-Hilfe im Libanon

Das SRK beteiligt sich weiterhin an Massnahmen zur Aufnahme und Integration von Flüchtlingen aus Syrien in der Schweiz, und es verstärkt im Libanon seine Hilfe für besonders verletzliche Menschen aus Syrien und für libanesische Gastfamilien. Ebenso prüft das SRK, inwieweit Rotkreuzgesellschaften in weiteren Herkunfts- und Transitländern der Flüchtlinge sowie in Italien und Malta unterstützt werden können.