Zyklon Idai

Gefahr von Epidemien – SRK baut Hilfe in Mosambik aus

Im südöstlichen Afrika droht den Menschen nach Tropensturm Idai nun die Verbreitung von Epidemien. Bereits wurden die ersten Fälle von Cholera bestätigt. Das SRK weitet seine Nothilfe aus und schickt zusätzlich eine Gesundheitsfachperson nach Mosambik.

Zwei Wochen nachdem Zyklon Idai in Mosambik, Malawi und Simbabwe verheerende Schäden hinterliess, ist die Not vor Ort noch immer gross. Mindestens eine halbe Million Menschen verlor ihr Zuhause, Zehntausende leben in Notunterkünften. Das Katastrophengebiet erstreckt sich über Hunderte Kilometer. Insgesamt sind 1,8 Millionen Menschen betroffen. Die Herausforderungen für die internationale Hilfe sind enorm und nach wie vor sind viele Orte von der Aussenwelt abgeschnitten.

Aufgrund des vielen Wassers und den prekären hygienischen Bedingungen droht zudem die Verbreitung von lebensgefährlichen Krankheiten wie Cholera und Malaria. In Mosambik wurden bereits die ersten Fälle von Cholera bestätigt. Zur Vorbeugung einer Epidemie ist ein Team von Spezialisten des Roten Kreuzes vor Ort, welches die Bereitstellung von sauberem Trinkwasser und sanitären Einrichtungen sicherstellt. Ein weiteres Team kümmert sich zudem um die Behandlung von Cholera-Patienten. Dazu schulen sie Freiwillige des Mosambikanischen Roten Kreuzes, welche in den Gemeinden betroffene Personen identifizieren und sie mit sauberem Trinkwasser und Rehydrations-Salzlösungen versorgen. Zudem sensibilisieren sie die lokale Bevölkerung im Umgang mit Hygiene. Zu diesem Team gehört auch der Schweizer Arzt Reto Eberhard, der am Freitag, 29. März für das Schweizerische Rote Kreuz (SRK) nach Mosambik ausreiste. «Cholera gab es in einem armen Land wie Mosambik auch bereits vor dem Zyklon, jedoch in überschaubarem Masse. Aufgrund der Überschwemmungen der letzten Wochen kam es jetzt jedoch zu einer Verunreinigung des Trinkwassers, der sich niemand entziehen kann. Die Gefahr einer Epidemie ist gross.»  

Im südöstlichen Afrika droht den Menschen nach Tropensturm Idai nun die Verbreitung von Epidemien. Bereits wurden die ersten Fälle von Cholera bestätigt. Das SRK weitet seine Nothilfe aus und schickt zusätzlich eine Gesundheitsfachperson nach Mosambik.

© SRK

Logistik-Team bereits vor Ort

Nebst der Eindämmung und Behandlung von Cholera muss in Mosambik auch der Zugang zu allgemeinen Gesundheitsdienstleistungen dringend ausgebaut werden. Ein Rotkreuz-Feldspital, welches bis zu 150 000 Personen medizinisch versorgen kann, befindet sich im Aufbau.

Bereits seit einer Woche befinden sich sieben Logistikfachleute des SRK in Mosambik und stellen sicher, dass die eintreffenden Hilfsgüter der Internationalen Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften (IFRC) möglichst rasch zu den Menschen kommen, die dringend Hilfe brauchen. Am Montag brachte zudem ein Frachtflugzeug von Airbus über 40 Tonnen Material und Hilfsgüter des SRK und der Humanitären Hilfe der DEZA nach Maputo.

Nothilfe in Malawi

Im SRK-Schwerpunktland Malawi, wo nach Zyklon Idai ebenfalls der Notstand ausgerufen wurde, unterstützt das SRK die Hilfsmassnahmen des Malawischen Roten Kreuzes: Notunterkünfte, Nahrungsmittel und Non-Food Artikel sowie Notfallinfrastruktur für sauberes Wasser und Hygiene für 20 000 Haushalte in sechs Distrikten im Süden des Landes.

Für die Nothilfe nach dem Tropensturm Idai ist das SRK auf Spenden angewiesen. Mit Unterstützung des Bundes hat es bisher eine Million Franken gesprochen.