Äthiopien

Dürre in Äthiopien – das SRK hilft

Seit Monaten leidet Äthiopien unter einer extremen Dürre. Es droht eine Hungersnot. Mehr als 10 Millionen Menschen sind bereits auf humanitäre Hilfe angewiesen. Das SRK unterstützt die Nothilfe des Äthiopischen Roten Kreuzes mit 100 000 Franken.

Veranstaltungshinweis: Am 10. März hält Klimaforscher Thomas Stocker im Rahmen der SRK-Sonderausstellung «Weltreise Rotes Kreuz» im Verkehrshaus in Luzern ein Referat zum Thema «Wenn Wasser fehlt: Wird das Klima immer extremer?» Mehr Infos

In verschiedenen Regionen Äthiopiens sind gleich mehrere Regenzeiten ausgefallen, weshalb das Land seit einigen Monaten unter einer extremen Dürre leidet. Besonders betroffen sind die Regionen Afar und Somali im Osten des Landes. Die Ernten fallen aus und die Viehwirtschaft, welche für viele Familien das Grundeinkommen sichert, ist gefährdet. Bereits jetzt sind mehr als 10 Millionen Menschen auf humanitäre Hilfe angewiesen. Prognosen legen nahe, dass diese Zahl in den kommenden Monaten auf bis zu 18 Millionen ansteigen könnte. 

Das Äthiopische Rote Kreuz und die Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften (IFRC) haben nun Nothilfe-Massnahmen lanciert um der bedrohten Bevölkerung zu Hilfe zu kommen. Das SRK unterstützt die Aktivitäten mit 100 000 Franken.

Kleine Kinder sowie schwangere und stillende Frauen erhalten Nahrungsergänzungsmittel. Denn sie sind besonders gefährdet. Zudem wird auch Futter für die Viehherden zur Verfügung gestellt und die Tiere werden geimpft. Ein Grossteil der äthiopischen Bevölkerung lebt von der Landwirtschaft und der Viehzucht. Das Überleben ihrer Herde ist auch für sie überlebenswichtig.

Epidemien verhindern

Auch die Hygiene-Promotion spielt eine wichtige Rolle bei der Dürre-Nothilfe. Aufgrund des akuten Wassermangels besteht die Gefahr, dass die Menschen gezwungen sind, verunreinigtes Wasser zu konsumieren, was zu Durchfallerkrankungen führt. Um die Ausbreitung von Epidemien zu verhindern, verteilen Freiwillige des Äthiopischen Roten Kreuzes Wasserreinigungstabletten und schulen die Bewohner in Hygienemassnahmen wie dem korrekten Händewaschen und der Nutzung von Latrinen. 

Das SRK ist seit der letzten grossen Hungerkrise in Ostafrika 2011 in Äthiopien präsent, unter anderem mit Massnahmen im Bereich der Katastrophenvorsorge. Es hilft der Bevölkerung dabei, drohende Hungersnöte frühzeitig zu erkennen und sich entsprechend vorzubereiten.

Spenden für die Nothilfe in Äthiopien nimmt das SRK dankend entgegen:
Postkonto SRK 30-9700-0 Vermerk: Äthiopien
(IBAN CH97 0900 0000 3000 97000 0)