Zyklon Idai

Aktiver Wiederaufbau in Malawi

Sechs Monate nach dem verheerenden Tropensturm Idai in Südostafrika führt das SRK seine Hilfe in Malawi weiter und unterstützt den Wiederaufbau im Land aktiv.

In der Nacht zum 15. März 2019 verursachte Zyklon Idai – und einen Monat später Zyklon Kenneth – in Mosambik, Malawi und Simbabwe massive Schäden. Das Schweizerische Rote Kreuz ist weiterhin im Einsatz, um den Opfern dieser Naturkatastrophe beizustehen. Im Juni hat es seine Nothilfe in Mosambik abgeschlossen und engagiert sich nun in Malawi für den Wiederaufbau.

Notunterkünfte und dauerhafte Behausungen

Der Süden Malawis wurde von den Überschwemmungen besonders hart getroffen. Hier hat das SRK zusammen mit dem Niederländischen, Britischen und Dänischen Roten Kreuz ein Wiederaufbauprogramm lanciert: Bis im Juni 2020 sollen etwa 100 besonders verletzliche Familien wieder ein dauerhaftes Zuhause erhalten. Zwei SRK-Experten für Logistik und Wiederaufbau unterstützen die Arbeiten vor Ort. Dieses Programm schliesst an eine erste Phase an, in der Hilfsgüter verteilt und bis Ende 2019 Notunterkünfte für rund 170 Familien errichtet werden.

Bei seinem Besuch in Malawi in diesem Sommer konnte sich SRK-Direktor Markus Mader von den Fortschritten beim Bau der Unterkünfte überzeugen. Die dauerhaften Bauten werden speziell konstruiert, damit sie künftigen Stürmen standhalten. «So leisten wir einen Beitrag, dass die Menschen in Zukunft besser vor Katastrophen geschützt sind», betont der SRK-Direktor.

Der Wiederaufbau ergänzt die Programme im Bereich Gesundheit, Blutspende und sauberes Trinkwasser, die das SRK schon seit einigen Jahren unterstützt und zusammen mit dem Malawischen Roten Kreuz umsetzt.

Zwei verheerende Tropenstürme

Fast 1000 Menschen verloren ihr Leben, 230 000 Häuser und über 750 000 Hektaren Ackerland wurden teilweise oder ganz zerstört: Die Zyklone Idai und Kenneth hinterliessen immense Schäden und vernichteten die Lebensgrundlage unzähliger Menschen in Südostafrika. 

Im März entsandte das SRK umgehend ein siebenköpfiges Team nach Mosambik, das logistische Unterstützung bei der Verteilung der Nothilfe leistete. Airbus stellte ein Frachtflugzeug zur Verfügung, mit dem über 40 Tonnen Material und Hilfsgüter des SRK und der Humanitären Hilfe der DEZA ins Land gebracht werden konnten. In den ersten drei Monaten nach der Katastrophe waren rund 20 Personen im Einsatz, Logistikfachleute und medizinisches Personal, abwechselnd vor Ort. Das SRK entsandte auch einen Arzt ins Katastrophengebiet, der die lokalen Freiwilligen in der Bekämpfung von Cholera schulte.