El Salvador

Schutz und Vorsorge im Land der Vulkane

Häufige Naturkatastrophen und hohe Kriminalität prägen das Leben im zentralamerikanischen El Salvador. Das SRK stärkt mit seinen Programmen die Resilienz besonders gefährdeter Gemeinschaften.

Das zentralamerikanische Land El Salvador wird häufig von Naturkatastrophen heimgesucht. Im Land der Vulkane gibt es immer wieder Erdbeben, zudem verursachen Tropenstürme aber auch Dürreperioden grosse Schäden. Durch den Klimawandel nehmen diese Phänomene weiter zu. Deshalb kommt der Katastrophenvorbereitung und -prävention eine wachsende Bedeutung zu.

Resilienz stärken

Zusammen mit dem Salvadorianischen Roten Kreuz verbessert das Schweizerische Rote Kreuz (SRK) in den Departementen San Vicente und Usulutan die Resilienz besonders gefährdeter Gemeinschaften. Zum Schutz vor Katastrophen werden Risikokarten und Evakuierungspläne erstellt. Freiwillige werden geschult, damit sie im Katastrophenfall erste Hilfe leisten und Evakuationen durchführen können. Die Dorfgemeinschaften definieren Massnahmen, um mit Mikroprojekten ihre Lebenssituation zu verbessern. Dies etwa durch bauliche Anpassungen bei den Wohnhäusern, den Gesundheitszentren oder der Wasserversorgung. Zur Förderung von Gesundheit und Hygiene errichtet das SRK mit den betroffenen Familien Brunnen und Latrinen.

Gesundheit fördern

Sowohl in San Vicente und Usulutan als auch im Einzugsgebeit der Hauptstadt San Salvador engagiert sich das SRK bei der Gesundheitsvorsorge. Die Mitglieder der Gesundheitskomitees in den Gemeinden, in denen viele Frauen aktiv sind, führen Aufklärungskampagnen durch. Dabei thematisieren sie auch häusliche Gewalt und Teenage-Schwangerschaften, beides weit verbreitete Probleme in El Salvador. Zur Prävention von Dengue-Fieber, Chikunguya und Zika werden stehende Gewässer ausgetrocknet, da sie den krankheitsübertragenden Mücken als Brutstätten dienen.

Perspektiven für Jugendliche

Neben Gesundheitsrisiken und Naturgefahren bedroht auch die grassierende Gewaltkriminalität die Menschen. El Salvador weist eine der höchsten Mordraten der Welt auf. Vor allem in der Hauptstadt San Salavador, zunehmend aber auch in ländlichen Gebieten, kontrollieren kriminelle Banden (Maras) ganze Gemeinschaften.

In zwei von Gewalt besonders stark betroffenen Vororten der Hauptstadt, Ciudad Delgado und Apopa, untersützt das SRK zusammen mit vier weiteren Rotkreuz-Organisationen die soziale Integration gefährdeter junger Menschen. Viele Jugendliche brechen die Schule vorzeitig ab und laufen Gefahr, in die Fänge krimineller Banden zu geraten. Mit sinnvollen Freizeit- und Bildungsangeboten bietet das Rote Kreuz den Jugendlichen eine Alternative zur Strasse. Grundkurse für den Einstieg in eine berufliche Tätigkeit verbessern ihre wirtschaftlichen Perspektiven. Zudem unterstützt das Rote Kreuz Initiativen zur Verbesserung des Zusammenlebens – etwa durch Spielplätze, Quartierzentren oder einen Skaterpark. Die Bewohnerinnen und Bewohner bauen die Anlagen selber, fiananziert sind sie durch das Projekt. Ergänzt wird das Programm auch hier mit Aktionen zur Gesundheitsvorsorge.