Philippinen

Katastrophenvorsorge zahlt sich aus

Der 13. Oktober ist der internationale Tag der Katastrophenvorsorge. Wie wichtig diese ist, hat Taifun Manghkut, der vor wenigen Wochen den Norden der Philippinen verwüstete, einmal mehr aufgezeigt.

Gebannt schaute die Welt Mitte September nach Asien. Während mehreren Tagen zog Taifun Manghkut über den pazifischen Ozean und nahm dabei kontinuierlich an Stärke zu. Mit Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 250km/h nahm er Kurs auf die nördlichen Küstengebiete der philippinischen Insel Luzon. Seit der ersten Warnung war das Philippinische Rote Kreuz in Bereitschaft und unterstützte die Behörden bei der Evakuierung der betroffenen Bevölkerung. Mitarbeitende und Freiwillige stellten Suchteams und Hilfsgüter bereit, um in den gefährdeten Gebieten die Bevölkerung umgehend zu unterstützen.

Evakuierungen retteten Tausende Menschen

Tatsächlich traf Mangkhut mit voller Wucht auf Land und hat grosse Schäden verursacht. Mehr als zwei Millionen Menschen waren von den Auswirkungen des Sturms betroffen, zahlreiche Gebäude wurden beschädigt und die Landwirtschaft stark in Mitleidenschaft gezogen. Und doch waren die Folgen nicht so schlimm, wie im Vorfeld befürchtet wurde. Das ist auch der guten Vorbereitung durch die Behörden, das Philippinische Rote Kreuz und anderen Hilfsorganisationen  zu verdanken. Frühwarnsysteme und rechtzeitige Evakuierungen haben tausenden Menschen das Leben gerettet. Die Lehren aus dem Supertaifun Haiyan im 2013 wurden gezogen und die Philippinen haben in den letzten Jahren viel in eine professionelle Katastrophenvorsorge investiert. Auch mit Unterstützung des SRK, welches in den vergangenen Jahren Behörden und Bevölkerung zu dem Thema sensibilisiert hat - eine fundamentale Aufgabe in einem Land, das jährlich von 20 bis 35 Taifunen betroffen ist.

Auch viele andere Länder sind regelmässig von Naturkatastrophen betroffen. Oft sind es die ärmeren Menschen, welche es am härtesten trifft. Daher ist die Katastrophenvorsorge nicht nur auf den Philippinen, sondern weltweit ein Schwerpunkt in der Arbeit des SRK.