Katastrophenhilfe

Karibik im Auge von Hurrikan «Irma»

Der stärkste Hurrikan seit Jahrzehnten fegt über die Karibik hinweg und hat mehrere Inseln heftig getroffen. Freiwillige und Mitarbeitende des Roten Kreuzes stehen bei der Vorbereitung wie auch der Nothilfe im Dauereinsatz. Auch die Delegation des SRK in Haiti ist betroffen.

Mit fast 300 km pro Stunde ist Hurrikan «Irma» am Mittwoch, 6. September 2017 über mehrere Karibikinseln gefegt und hat unter anderem in St. Martin, Puerto Rico, Antigua und Barbuda massive Zerstörung angerichtet. Die betroffenen nationalen Rotkreuz-Gesellschaften sind – mit Unterstützung ihrer internationalen Rotkreuz-Partner – seit Tagen daran, die Bevölkerung auf den Durchzug des Hurrikans vorzubereiten sowie die Soforthilfe nach Irma aufzugleisen. In den Ländern, die direkt betroffen sind, läuft die Nothilfe bereits an.

Auch in Haiti, wo sich das SRK seit vielen Jahren mit langfristigen Programmen engagiert, sind die Teams in höchster Alarmbereitschaft. «Ein wichtiger Teil unserer Arbeit ist es, die Bevölkerung besser auf Katastrophen vorzubereiten. Dazu gehört auch, dass die Menschen wissen, wo sie sich bei schweren Stürmen in Sicherheit bringen können. In den vergangenen Tagen haben wir in unseren Projektgebieten diverse Vorbereitungen getroffen und die Gemeinschaften für den Sturm sensibilisiert», sagt der SRK-Delegierte Francois Dessambre in Haiti. Dabei arbeitet das SRK eng mit dem Haitianischen Roten Kreuz und dem Zivilschutz zusammen.

Erst letzten Oktober war der Süden Haitis von Hurrikan «Matthew» schwer getroffen worden. Diesmal wurde für den Norden der Karibikinsel eine Hurrikan-Warnung herausgegeben. Der heftige Wind des rekordstarken Sturms kann auch ausserhalb des eigentlichen Auges des Hurrikans schwere Schäden an Häusern und Landwirtschaft verursachen.