Überschwemmungen Asien

SRK erhöht Nothilfe für Monsunopfer in Bangladesch

Heftiger Monsun-Regen hat in Bangladesch zu verheerenden Überschwemmungen geführt. Über 5 Millionen Menschen sind betroffen. Das SRK leistet über sein Projektteam im Norden des Landes Nothilfe für 2000 stark gefährdete Familien und unterstützt den Wiederaufbau der beschädigten Infrastruktur.

Nach den verheerenden Niederschlägen der letzten Wochen hat das SRK im besonders stark betroffenen Distrikt Gaibandha, wo es langfristige Projekte umsetzt, Massnahmen ergriffen und seine Präsenz verstärkt. Dort und im Nachbarsdistrikt Sirajganj werden rund 10'000 Menschen finanziell unterstützt. Das Geld brauchen die Betroffenen um ihre dürftigen Behausungen zu reparieren, Grundnahrungsmittel und Medikamente zu kaufen oder Transportkosten zu decken. Weiter baut das SRK beschädigte sanitäre Anlagen wieder auf und desinfiziert verunreinigte Trinkwasseranlagen. Zudem baut es die medizinischen Versorgungsstellen in zwei Distrikten wieder auf und verteilt Saatgut, um die Existenzgrundlage der betroffenen Menschen sicherzustellen. Für diese Nothilfe setzt das SRK mit Unterstützung des Bundes vorerst 150‘000 Schweizer Franken ein. 
Die Überschwemmungen in den nördlichen Distrikten haben mehrere Hektaren Nutzpflanzen schwer beschädigt, auch viele Nutztiere gingen verloren. Die langfristige Ernährungssicherheit der Region ist dadurch gefährdet. In vielen Gebieten herrscht Nahrungsmittel- und Trinkwasserknappheit und es besteht ein erhöhtes Risiko für den Ausbruch von Krankheiten. 

Vorsorge in den Camps von Cox’s Bazar

Das SRK verfolgt die angespannte Situation auch in den Nachbarländern Nepal und Indien sowie in den Flüchtlingscamps von Cox‘s Bazar im Süden des Landes. Die schweren Regenfälle haben in den Flüchtlingslagern bereits zu Landrutschen geführt und über 1800 Behausungen beschädigt oder zerstört. Der Rote Halbmond von Bangladesch ist mit Katastrophen-Teams vor Ort und verteilt Hilfsgüter wie Blachen, Seile und Werkzeuge, um die einfachen Unterkünfte zu verstärken, sowie Schlafmatten und weitere Bedarfsmittel für die betroffenen Familien. Der Einsatzleiter des Roten Halbmondes betont angesichts der noch zu erwartenden Niederschläge: «Es ist enorm wichtig, dass die betroffenen Familien frühzeitig erreicht und mit Notmaterial versorgt werden, um eine grössere Katastrophe zu verhindern.»