Indonesien

Nothilfe nach Tsunami auf Sulawesi

Das Erdbeben auf Sulawesi und der anschliessende Tsunami haben über 1200 Todesopfer gefordert und verheerende Schäden verursacht. Das ganze Ausmass der Katastrophe ist noch nicht absehbar. Das Schweizerische Rote Kreuz unterstützt die Nothilfe des Indonesischen Roten Kreuzes mit vorerst 500 000 Franken.

Am 28. September um 17:02 Uhr hat ein Erdbeben der Stärke 7,4 die indonesische Insel Sulawesi erschüttert. Das Beben löste einen Tsunami aus, der die Städte Palu, Mamuju und den Bezirk Donggala überflutete. Die Folgen sind dramatisch. Bis heute wurden über 1200 Todesopfer gezählt und Hunderte Verletzte gemeldet. Zahlreiche Gebäude sind zerstört, ebenso weite Teile der Infrastruktur. Das Ausmass der Schäden ist noch nicht absehbar. Der Zugang zu vielen der betroffenen Gebiete ist eingeschränkt. Zahlreiche Stromausfälle und Kommunikationsunterbrüche erschweren die Nothilfe. Mehr als 1,5 Millionen Menschen sind potenziell von der Katastrophe betroffen.

Such-, Rettungs- und Bergungstätigkeiten sind im Gang

Das Indonesische Rote Kreuz (PMI) ist mit seinen lokalen Mitarbeitenden und Freiwilligen vor Ort und beteiligt sich zusammen mit Dorfbewohnerinnen und -bewohnern sowie den Behörden an der Suche, Rettung und Bergung verschütteter Menschen. Unmittelbar nach der Katastrophe hat es 15 Ambulanzfahrzeuge, Nothilfespezialisten und medizinische Teams mobilisiert. Freiwillige verteilen Trinkwasser, Blachen für Notunterkünfte und andere lebenswichtige Hilfsgüter.

Die internationale Rotkreuzföderation klärt mit ihren Spezialisten die weiteren Bedürfnisse vor Ort ab und versucht, auch entlegene Gebiete zu erreichen. Sie koordiniert die internationale Rotkreuz-Hilfe, an der sich auch das Schweizerische Rote Kreuz (SRK) beteiligt. Für die Soforthilfe hat das SRK mit Unterstützung des Bundes vorerst 500 000 Franken bereitgestellt. Zudem steht die Nothilfe-Einheit des SRK, bestehend aus erfahrenen Logistik-Spezialisten bereit, um bei Bedarf sofort auszureisen und die koordinierte Hilfe der Rotkreuzbewegung zu unterstützen.