Internationaler Tag der Katastrophenvorsorge 2019

Das SRK engagiert sich für den Schutz vor Naturgefahren

Mehr als 1,35 Millionen Menschen haben in den vergangenen zwei Jahrzehnten durch Naturkatastrophen ihr Leben verloren. Durch den Klimawandel hat sich die Situation noch verschärft, Häufigkeit und Intensität der Katastrophen nehmen zu. Nun schlägt die Internationale Rotkreuzföderation Alarm: Die Prävention muss dringend weiter ausgebaut werden.

Am 13. Oktober ist der Internationale Tag der Katastrophenvorsorge. Er macht darauf aufmerksam wie wichtig es ist, durch vorbeugende Massnahmen Leid und Schäden zu verhindern. Jedes Jahr wird der Fokus auf ein bestimmtes Thema gelegt. 2019 ist dies die Prävention von folgenschweren Schäden an der Infrastruktur und von Unterbrüchen bei der Grundversorgung, etwa im Gesundheitswesen und bei der Bildung.
Auf die Katastrophenvorsorge und die Stärkung der Resilienz sind auch viele Programme ausgerichtet, die das Schweizerische Rote Kreuz (SRK) im Ausland zusammen mit den dortigen nationalen Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften durchführt.

«The Cost of Doing Nothing»

Jedes Jahr bedrohen Katastrophen die Existenz von mehr als 200 Millionen Menschen. Nicht selten verliert die Bevölkerung ganzer Dörfer das Dach über dem Kopf, die Ernährungsgrundlage oder den Zugang zu Trinkwasser. Dazu kommen die gesundheitlichen Folgen für die Menschen im Katastrophengebiet, wenn die medizinische Infrastruktur zerstört ist oder sich nach Katastrophen Epidemien ausbreiten. Die Internationale Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften (IFRC) hat kürzlich ihren Bericht «The Cost of Doing Nothing» veröffentlicht. Darin läutet sie die Alarmglocken: Wird nicht rasch etwas unternommen, werden sich die humanitären Kosten in den kommenden Jahren massiv erhöhen. Laut Schätzungen könnte sich bis 2050 die Zahl der Menschen verdoppeln, die jährlich wegen Klimakatastrophen auf humanitäre Hilfe angewiesen sind. Im Bericht weist die IFRC darauf hin, dass die Infrastruktur solider und widerstandsfähiger errichtet werden muss. Zudem müssen Frühwarnsysteme entwickelt werden, um die besonders gefährdeten Gemeinschaften rechtzeitig zu informieren.

Starke Menschen sind besser gewappnet

Das SRK engagiert sich schon seit vielen Jahren im Sinne dieser Empfehlungen. In seinen Projekten zur Katastrophenvorsorge legt es den Schwerpunkt nicht nur auf den sturmsicheren Bau von Wohnhäusern und die Stabilisierung von Hängen durch Aufforstung. Es schult auch Rotkreuz-Freiwillige, damit sie bei Bedarf erste Hilfe leisten oder Evakuierungen durchführen können. Darüber hinaus setzt sich das SRK mit Gesundheits-, Hygiene- und Wasserprogrammen dafür ein, die Resilienz der Gemeinschaften zu fördern. Denn nicht nur stabile Bauten, sondern auch starke Menschen sind widerstandsfähiger, wenn sich eine Katastrophe ereignet.