Freiwillige weltweit

Das grösste Freiwilligen-Netzwerk der Welt

Weltweit engagieren sich 17 Millionen Freiwillige in der internationalen Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung. Sie helfen bei Katastrophen, leisten erste Hilfe oder engagieren sich in Aufklärung-, Präventions- und Gesundheitsarbeiten. Damit ist sie das grösste Freiwilligen-Netzwerk der Welt.

Freiwillige (Volunteers) sind das Herzstück der Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung. Sie sind seit der Gründung des Roten Kreuzes 1863 ihr Rückgrat. Weltweit engagieren sich über 17 Millionen Freiwillige in der Rotkreuz-Bewegung, davon 53 Prozent Frauen und knapp 50 Prozent Jugendliche. Die nationalen Gesellschaften in Indien, Iran, Japan und China zählen die meisten freiwillig Engagierten. Das Schweizerische Rote Kreuz kann auf das Engagement von rund 53 000 Freiwilligen zählen. Sie unterstützen die Arbeit des SRK innerhalb der Schweiz auf vielfältige Weise. Die Arbeit des Roten Kreuzes bzw. Roten Halbmondes wird zudem weltweit durch 80 Millionen Mitglieder und 430 000 Beschäftigten getragen.

Kurzfilm der Internationalen Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften über die Freiwilligenarbeit (englisch)

© IFRC

Rotkreuz-/Rothalbmond-Freiwillige sind ortsansässig

Jede nationale Rotkreuz-/Rothalbmond-Gesellschaft arbeitet mit und durch ihre lokalen Freiwilligen. Sie sprechen die Sprache ihrer Gemeinschaft, kennen den Kontext ihres Landes und sind heimisch. Sie kennen aus erster Hand die Nöte und Bedürfnisse aber auch die Ressourcen ihrer Mitmenschen und ihres Umfeldes. So erreichen sie Millionen verletzlicher Menschen, die auf Hilfe und Unterstützung angewiesen sind. Die Freiwilligen sind gut in ihrer Gemeinschaft verankert, man kennt sich und dadurch geniessen sie das Vertrauen ihres Umfeldes. Die Freiwilligen sind gerade auch bei Katastrophen die ersten vor Ort, um Hilfe zu leisten. Insbesondere in abgelegenen Gebieten sind sie nicht selten die einzige Unterstützung für die Bevölkerung.

Was tun die Rotkreuz-/Rothalbmond-Freiwilligen?

Die Tätigkeit der Rotkreuz-/Rothalbmond-Freiwilligen ist sehr vielseitig. Sie engagieren sich weltweit in den unterschiedlichsten Bereichen, die meist aus den gesellschaftlichen und politischen Gegebenheiten ihrer Heimatländer gegeben sind. Getreu dem Motto der Rotkreuz-Bewegung setzen sie sich für die Schwächsten der Bevölkerung und deren Bedürfnisse ein.

Bei Katastrophen leisten die Freiwilligen erste Hilfe und Nothilfe, helfen bei Evakuierungen, bei der Verteilung von Hilfsgütern oder bei Ambulanzdiensten. Sie unterstützen Flüchtlinge und intern Vertriebene. Sie besuchen Schwangere und junge Mütter, helfen in der häuslichen Pflege, betreuen Blinde oder sensibilisieren die Bevölkerung für gute Siedlungs- und Nahrungsmittelhygiene.

Sie leisten wichtige Arbeit in der Hygiene- und Gesundheitsförderung, in dem sie ihre Mitmenschen im Umgang mit Gesundheit, Säuglingspflege, Familienplanung oder Augenkrankheiten, HIV/Aids, Malaria bis hin zu Ebola aufklären. Sie sensibilisieren die Bevölkerung in Ernährungsfragen und Hygienethemen, um so die Gesundheit aller zu verbessern. Sie engagieren sich bei Impfkampagnen, unterstützen das Personal in Gesundheitszentren, rekrutieren Blutspender – und vieles mehr.

Ein Tag im Leben von Rotkreuz-Freiwilligen

© IFRC