Philippinen

Wiederaufbau in drei Regionen nach dem Taifun Haiyan

Die Phase der Nothilfe auf den Philippinen ist abgeschlossen, die Planung für den Wiederaufbau ist im vollen Gange. Das SRK wird sich weiter engagieren mit einem Wiederaufbauprogramm in drei vom Sturm betroffenen Regionen.

Am 8. November 2013 fegte Taifun Haiyan über Teile der Philippinen. Das Schweizerische Rote Kreuz (SRK) war bereits wenige Tage nach dem verheerenden Sturm vor Ort, um den Menschen, die alles verloren hatten, zu helfen. Heute, fünf Monate danach, geht es um den Wiederaufbau der zerstörten Landstriche. In den nächsten rund drei Jahren plant das SRK Unterstützung in drei vom Sturm betroffenen Regionen: Capiz, Ormoc sowie auf Palawan.

Provisorisches Obdach für 5000 Familien

Auf den Inseln Bantayan und Palawan hat das SRK bereits in den Wochen nach dem Taifun an 5000 Familien Baumaterialien, Werkzeug sowie Wellblech verteilt. Damit konnten die Menschen umgehend mit der Reparatur ihrer zerstörten Häuser beginnen. Bald hatten sie wieder ein provisorisches Dach über dem Kopf, das sie vor Hitze und Regen schützt.

Ergänzend dazu erhielt auf Palawan jede Familie einen Barbetrag von 2000 Pesos (ca. 40 Franken). Dies ermöglichte es ihnen, zusätzliches Baumaterial einzukaufen oder einen Handwerker anzustellen für Arbeiten, bei denen professionelle Hilfe nötig war. Rückfragen ergaben, dass das Geld zu 90 Prozent für Bauarbeiten verwendet wurde, 10 Prozent für Artikel des täglichen Bedarfs wie Nahrung oder Hygieneartikel.

Bittere Armut trotz Tourismus

Die weit im Westen der Philippinen gelegene Inselgruppe Palawan ist zwar teilweise touristisch, doch die Armut im Hinterland ist sehr gross. Bei dem Taifun wurden ganze Dörfer dem Erdboden gleich gemacht. Das SRK plant zusammen mit dem Philippinischen Roten Kreuz, die Region beim Wiederaufbau zu unterstützen, insbesondere in den abgelegenen und schwer zugänglichen Gebieten.

SRK-Direktor besucht Betroffene

Was bis jetzt erreicht wurde und was zu tun bleibt, davon macht sich Markus Mader, Direktor des SRK, auf einer einwöchigen Reise auf den Philippinen persönlich ein Bild. Dabei trifft er sich mit Vertretern des Philippinischen Roten Kreuzes und andern wichtigen Akteuren vor Ort. Auf der Insel Coron, die zu Palawan gehört, besucht er vom Sturm betroffene Familien, die Nothilfe erhalten haben und weiterhin vom SRK unterstützt werden.