Syrien-Konflikt

SRK verurteilt den Angriff auf Hilfskonvoi in Aleppo

Das Schweizerische Rote Kreuz verurteilt den Angriff auf einen Hilfskonvoi der Vereinten Nationen und des Syrisch-Arabischen Roten Halbmondes mit mehreren Toten nahe Aleppo aufs Schärfste. Den Betroffenen in Syrien spricht es sein Beileid und seine Solidarität aus.

Bei dem Luftangriff am Montagabend wurden 18 Lastwagen mit Hilfslieferungen der Vereinten Nationen und des Roten Halbmondes sowie ein Lagerhaus für Hilfsgüter des Roten Halbmondes in Orum al-Kubra nahe Aleppo schwer beschädigt. Rund 20 Helfer und Mitarbeitende des Syrisch-Arabischen Roten Halbmondes (SARC) wurden dabei getötet. Mit dem Konvoi sollten 78‘000 Menschen in der Region mit Hilfsgütern wie Nahrungsmitteln und Medikamenten versorgt werden.

Das Schweizerische Rote Kreuz (SRK) verurteilt den Anschlag aufs Schärfste und ruft alle Konfliktparteien auf, das humanitäre Völkerrecht zu respektieren. In einem Schreiben haben SRK-Präsidentin Annemarie Huber-Hotz und SRK-Direktor Markus Mader dem SARC das Mitgefühl und die Solidarität des SRK ausgesprochen. «Mit tiefster Trauer und Empörung haben wir von dem willkürlichen Angriff auf den Hilfskonvoi im ländlichen Aleppo erfahren. Wir sind schockiert, dass erneut humanitäre Helfer beim Ausüben ihrer Tätigkeit brutal umgebracht wurden.»

Syrien ist einer der gefährlichsten Konfliktgebiete für humanitäre Helfer.  In den vergangenen sechs Jahren verloren 54 Mitarbeitende und Freiwillige des Roten Halbmondes ihre Leben, während sie humanitäre Hilfe leisteten. Das SRK leistet seit 2011 humanitäre Hilfe im Syrien-Konflikt und unterstützt den SARC sowie das Libanesische Rote Kreuz bei ihrer Hilfe für die Opfer des Krieges. In Suwaida im Südwesten Syriens unterstützt es seit Anfang Jahr die Gesundheitsarbeit des SARC.