Syrien-Konflikt

Ihre Hilfe für Menschen auf der Flucht

Zurzeit wagen noch immer rund 3500 Menschen pro Tag den Weg übers Meer nach Griechenland. Und Tausende von Familien harren der Kälte auf dem Weg durch Europa. Sie brauchen Ihre Unterstützung.

Sie hat gesehen, wie ein Boot nach dem andern eintraf. Überfüllt mit Familien, jungen Menschen, Kindern und Säuglingen.

FLUCHT IN ZAHLEN 
924 147 
Seit Beginn des Jahres 2015 sind mehr als 900 000 Menschen nach Europa geflohen. Die meisten Flüchtlinge erreichen Griechenland (771 508) oder Italien (148 419) übers Meer.  
3671 
Mehr als 3500 Menschen starben auf See oder sind vermisst. 
7 Millionen
Für die Menschen auf der Flucht hat das SRK in den letzten drei Jahren mit Unterstützung der Glückskette, des Bundes sowie Spenden rund 7 Millionen Franken eingesetzt. 
15 Millionen
Mit Kosten von 15 Millionen Franken rechnet die Internationale Rotkreuz-Bewegung bis Ende Jahr, um die Flüchtlinge zu betreuen. 

«Viele wirkten erleichtert, nach einer beschwerlichen Reise endlich in Sicherheit zu sein», schildert Isabelle Güss. Besonders berührt war sie von dem Schicksal einer Frau, die es gerade noch vom Boot ans Land schaffte und ihr Kind am Strand von Lesbos gebar. Tief beeindruckt hat die Ärztin die Solidarität der lokalen Bevölkerung, die laufend Spenden wie Nahrung, Kleider, Spielsachen und auch Medikamente brachte. 
 
Auch Sabine Hediger hat schon einiges gesehen. Die Pflegefachfrau und He­bamme hat in Sierra Leone in einem Feldspital Menschen gepflegt, die an Ebola erkrankt waren. Doch über ihren Einsatz in der Rotkreuz-Klinik in Idomeni, einem der Hauptgrenzübergänge von Griechenland nach Mazedonien sagt sie: «Dies alles hautnah mitzuerleben, ist nicht einfach zu ertragen. Es entsteht ein Gefühl der Ohnmacht und gleichzeitig auch das Bewusstsein, wie privilegiert wir in der Schweiz sind.» 


 
Sie hat zugesehen, wie sich die Lager überfüllen und es an allem fehlt: Lebensmittel, einem Platz zum Schlafen, Wärme. Für die Kleinsten, für Hochschwangere, für Menschen im Rollstuhl, für Betagte.

Grosse Dankbarkeit

«Trotz allem Stress, den diese Menschen auf ihrer schweren Reise aushalten müssen, zeigen sie eine unglaubliche Ruhe und erdulden diese schwierige Situation», schildert Sabine Hediger. «Sie bedanken sich für unsere Hilfe und sei sie noch so gering. Ich staune und empfinde grosse Hochachtung.»  

Auch Alain Amstutz, der als Freiwilliger in der Sammelstelle Buchs (SG) tätig war, kann die Dankbarkeit der Flüchtlinge nur bestätigen: «Von Faulheit oder Schmarotzertum, wie das in unseren Medien zum Teil beschrieben wird, keine Spur.» Der Arzt half, wo gerade Hilfe nötig war, sei es beim Putzen, bei medizinischer Hilfe oder er nahm sich einfach nur ein bisschen Zeit für die meist erschöpften Menschen. 

 
Die Zahl der Menschen, die sich auf die Flucht begeben, mag angesichts des nahenden Winters und der jetzt schon kalten Nächte etwas gesunken sein. Aufhören wird der Flüchtlingsstrom quer durch Europa nicht. Und deshalb darf unsere Unterstützung nicht aufhören.

Die Reportage über unsere Arbeit im Libanon

Dank Ihrer Unterstützung werden die Menschen auf der Flucht mit dem Nötigsten versorgt: Schutz, Unterkunft, Nahrung und Wasser wie auch erste Hilfe und medizinische Versorgung. 2,5 Millionen Franken haben wir bereits von Spenderinnen und Spendern erhalten - viel wird es noch brauchen.