Bargeldprojekt im Libanon

Hilfe für mehr Selbständigkeit

Mehr als eine Million Menschen sind vor dem Krieg in Syrien in den Libanon geflohen. Darunter auch Aisha Hassan, die mit ihrer 10-köpfigen Familie in einem improvisierten Zeltlager in der Bekaa-Ebene lebt. Menschen wie ihr hilft das SRK, ab nächstem Jahr auch mit einem Bargeldprojekt.

Aisha Hassan ist 47 Jahre alt und stammt aus Aleppo, Syrien. Seit mehr als 3 Jahren lebt sie mit ihrer Familie in einem improvisierten Zeltlager in der Nähe von Kob Elias, einem kleinen Dorf in der Bekaa-Ebene des Libanons. Mit den einfachsten Mitteln wie Blachen und Holzlatten haben sie sich dort ihre Unterkunft errichtet. 

Ihre Familie zählt 10 Personen, doch nur eine Person, ein erwachsenen Sohn, kann arbeiten und somit etwas Geld nach Hause bringen. Ihr Mann ist schwer krank und arbeitsunfähig. Aisha Hassan ist verzweifelt: «Ich habe die Hoffnung verloren. Uns gehen die Ersparnisse aus und ich weiss nicht, wie wir die Miete für das kommende Jahr bezahlen sollen.» Denn für das Land auf welchem ihre spärliche Hütte steht, müssen sie dem Besitzer monatlich Miete zahlen.

Dankbar für die Unterstützung des Roten Kreuzes

«Wir sind froh, dass wir vom Roten Kreuz regelmässig Lebensmittel erhalten. Dafür sind wir unendlich dankbar. Doch wir brauchen dringend auch Bargeld. Ich weiss nicht, was mit uns geschieht, wenn wir die Miete nicht mehr bezahlen können. Falls uns der Landbesitzer vertreibt, wissen wir nicht wohin.» 

Um Menschen wie Aisha besser zu unterstützen, startet das SRK nächstes Jahr im Libanon ein Bargeldprojekt. 500 Familien erhalten monatlich 175 US-Dollar, um ihren Grundbedarf selbst zu decken. 

Während einer Woche sammeln die AZ-Medien mit der Kampagne «Hilfe vor Ort» Spenden, um dieses Projekt zu unterstützen.