Erdbeben Nepal

SRK entsendet medizinisches Personal

Das SRK verstärkt seine Hilfe für die Erdbeben-Opfer in Nepal. Zwei Pflegefachfrauen, eine Hebamme und ein Arzt kommen in Feldspitälern des Norwegischen bzw. Deutschen Roten Kreuzes zum Einsatz.

Die zwei Pflegefachfrauen und die Hebamme, die für das Schweizerische Rote Kreuz (SRK) bereits früher Nothilfe-Einsätze leisteten, verstärken ab Mitte Juni das Team des Norwegischen Roten Kreuzes, das seit Anfang Mai in Chautara (Distrikt Sindhupalchok) ein Feldspital betreibt.

Bis jetzt wurden in dem temporär errichteten Spital mehr als 5000 Patienten versorgt, rund ein Fünftel davon wegen Verletzungen, insbesondere Knochenbrüchen, die sie direkt beim Erdbeben vom 25. April oder beim Nachbeben vom 12. Mai erlitten hatten. Mehr als 20 Babys kamen im Feldspital bereits zur Welt. Daneben müssen viele Atemwegs- und Durchfallerkrankungen behandelt werden, die teils auf die prekären Lebensbedingungen nach der Katastrophe zurückzuführen sind. Das Spital von Chautara wurde beim Erdbeben beschädigt und kann nicht mehr benutzt werden. In den umliegenden Dörfern sind bis zu 90 Prozent der Häuser zerstört.

Neben den beiden Krankenschwestern und der Hebamme steht auch ein SRK-Arzt seit Anfang Juni in Nepal im Einsatz. Er verstärkt ein medizinisches Team des Deutschen Roten Kreuzes, das in Jiri, im vom Nachbeben massiv betroffenen Dolakha-Distrikt, ein Feldspital aufbaut.

Vernetze Rotkreuz-Hilfe

Die medizinischen Fachleute sind für vorerst einen Monat im Einsatz. Sie ergänzen ein achtköpfiges Nothelfer-Team des SRK, das bereits vor Ort ist. Es kümmert sich vor allem um die logistische Abwicklung der Verteilung von Rotkreuz-Hilfsgütern aus aller Welt. Zudem trifft es Abklärungen für den Wiederaufbau. Verstärkt werden die Nothelfer vom lokalen SRK-Team, das sich in der Mid-West-Region Nepals seit vielen Jahren für die Verbesserung der Gesundheit einsetzt.