Mehr Menschlichkeit für Rosius Fleuranvil

«Ich bin Fan vom Roten Kreuz. Dank ihm habe ich wieder ein Dach über dem Kopf.»

Immer wieder bringen Naturkatastrophen wie in Haiti Menschen in Not und Elend. Rosius aus Palmiste-à-Vin hat das Erdbeben im Januar 2010 zum Glück überlebt und doch fast alles verloren. Wie 1,3 Millionen weitere Menschen in Haiti wurde auch er obdachlos.

12. Januar 2010: Die Kleinstadt Léogâne liegt im Epizentrum eines verheerenden Erdbebens. Über 230‘000 Menschen im Umkreis von 50 Kilometern haben unter Gebäudetrümmern ihr Leben verloren. Es gab mehr als 300‘000 Verletzte und innert 37 Sekunden wurden bis zu zwei Millionen Menschen obdachlos.

Rosius Fleuranvil hat das Erdbeben im Januar 2010 zum Glück überlebt und doch fast alles verloren. Heute hat er es sich in seinem neuen Haus hoch oben in den Hügeln bei Léogâne gemütlich eingerichtet. Er sitzt auf der Treppe, die zur Veranda seines Hauses führt, und schält eine Karotte für sein Mittagessen. «Es ist ein gutes Haus, mein neues Haus», sagt er und tätschelt mit der Hand auf den Holzboden der Veranda. Fast ein bisschen so, wie man einem Kind den Kopf tätschelt, um ihm zu zeigen, dass es etwas gut gemacht hat. 

«Ich fühle mich wohl und sicher hier und brauche mich dank der guten Bauweise weder vor Erdbeben noch vor Zyklonen zu fürchten»

Rosius Fleuranvil

Das SRK hat auch dafür gesorgt, dass er einen Wassertank und eine Latrine direkt neben dem Haus hat. Mitarbeitende des Roten Kreuzes haben mit einer Plastikflasche, etwas Schnur und einem Gestell aus Holz eine einfache Vorrichtung zum Händewaschen installiert. «Ich bin froh um diese Hilfsmittel, denn in meinem Alter ist es nicht mehr so einfach, Wasser zu besorgen.» Wie wichtig eine gute Hygiene für die Gesundheit ist, lernt Rosius Fleuranvil in Kampagnen, die das SRK vor Ort regelmässig durchführt und unterstützt. Das SRK hat in Léogâne Häuser und Latrinen für 3000 Menschen errichtet. Wichtig ist aber nicht nur der Wiederaufbau. Bei einer nächsten Katastrophe sollen die Menschen von Haiti besser geschützt sein. Deshalb unterstützt  das SRK lokale Freiwillige bei der Katastrophenvorsorge.

Katastrophen vorbeugen

Jährlich werden 200 Millionen Menschen neu Opfer von Naturkatastrophen und brauchen Hilfe. Die Katastrophenhilfe des Roten Kreuzes ist für sie oft überlebenswichtig. In Haiti leistete das Rote Kreuz sofortige Nothilfe und engagierte sich beim Wiederaufbau und bei der Verbesserung der Gesundheitssituation. Inzwischen haben wir Rosius und rund 3000 weiteren Menschen im Bergdorf Palmiste-à-Vin ein neues Zuhause geschenkt und unterstützen sie nun bei der Katastrophenvorsorge. Zusammen mit den Menschen vor Ort werden Grundlagen geschaffen, um künftigen Katastrophen vorzubeugen. Auch die Nothilfe soll die Selbsthilfe der Bevölkerung stärken und lokale Strukturen nutzen.

Werden auch Sie Fan vom Roten Kreuz: Nur mit Ihrer Unterstützung können wir gemeinsam Menschen in Not und Elend helfen.