Mehr Menschlichkeit für Josefina Serrano

«Ich bin Fan vom Roten Kreuz. Dank ihm bleibt meine Familie gesund.»

Im Hochland von Bolivien ist der Alltag hart. Josefina Serranos grösste Sorge ist, dass ihre Kinder gesund aufwachsen. Trotzdem ist die junge Mutter guten Mutes. Unterstützt vom Schweizerischen Roten Kreuz konnte die Mangelernährung von Kleinkindern um ein Drittel gesenkt werden.

55 Prozent betrug die Unterernährung bei Kleinkindern, als das SRK 2010 im Kanton Poco Poco mit der Arbeit begann. Unterdessen ist sie auf 34 Prozent gesunken. Ein wichtiger Grund dafür ist, dass alle Mütter mit Kindern im Alter von acht Monaten bis zwei Jahren am CAI einen nährstoffreichen Brei erhalten, der die tägliche Nahrung der Kinder ergänzt. Je nach gesundheitlicher Situation werden auch Vitamine verschrieben und ältere Kinder erhalten bei Bedarf ebenfalls Zusatznahrung. Die Abkürzung CAI steht für Comité de Analisis de Infomacion – eine Dorfversammlung, bei der gemeinsam Probleme besprochen und nach Lösungen gesucht wird. Kernstück der Versammlung ist die systematische Untersuchung aller Kleinkinder. Wer unter fünfjährig ist wird monatlich gewogen, gemessen und gesundheitlich untersucht. 

Gesundheitsversorgung

«Bevor das SRK uns zu unterstützen begann, war das Gesundheitszentrum verwaist. Jetzt gibt es hier regelmässig Impfkampagnen und meist ist auch eine Ärztin da, die sich um uns kümmert», sagt Josefina Serrano. In Kursen habe sie zudem viel über gesunde Ernährung gelernt. Sie bemühe sich, vermehrt auch Gemüse zuzubereiten. Ihr Mann Santiago achte schon bei der Bepflanzung der Felder darauf. 

«Früher dachte ich: Hauptsache satt. Heute weiss ich, dass die Kinder für ihre Entwicklung nicht nur Kartoffeln und Weizen brauchen, sondern auch Eiweiss und Vitamine»

Josefina Serrano

Mit seinem Engagement in Poco Poco und vier weiteren Regionen Boliviens unterstützt das Schweizerische Rote Kreuz Dorfgemeinschaften, ihr Recht auf eine bessere Gesundheitsversorgung einzufordern. Es hilft ihnen, eigene Projekte zu entwickeln und schliesslich auch umzusetzen. Dazu arbeitet es eng mit lokalen Bauernorganisationen zusammen, die in den Gemeinden gut verankert sind.

Weltweit haben 400 Millionen Menschen keinen Zugang zu medizinischer Versorgung. Werden auch Sie Fan vom Roten Kreuz: Nur mit Ihrer Unterstützung können wir gemeinsam Menschen in Not und Elend helfen.