Integration

Lo & Leduc begeistern die Kinder in den Rotkreuz-Ferien

Am zweiten Tag ihrer Ferienwoche erwartete die jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer eine Überraschung: Die Musiker Lo & Leduc sangen und spielten einen Nachmittag lang mit ihnen.

Als das Berner Duo «079» anstimmte, machten die 58 Kinder begeistert mit. Innert kürzester Zeit konnten sie den Song, der letzten Sommer während 21 Wochen die Schweizer Hitparade anführte, auswendig mitsingen. Der Kontakt zwischen den Kindern und Lorenz Häberli (Lo) und Luc Oggier (Leduc) war sofort da. «Ich fand es unglaublich, mit welcher Leichtigkeit sie mit uns kommunizierten – vor allem wenn man daran denkt, dass einige von ihnen noch nicht einmal ein Jahr hier leben», hält Lo fest. «Wir spürten, welche Kraft die Sprache, die Musik und das gemeinsame Spielen für die Integration haben können», ergänzt Leduc.

Eine unbeschwerte Woche erleben
Zum vierten Mal in Folge hat das Schweizerische Rote Kreuz in Fiesch (VS) eine Ferienwoche für Kinder aus Flüchtlingsfamilien organisiert. Die 58 Kinder im Alter von 9 bis 13 Jahren leben in der Schweiz und stammen aus 14 Ländern, in denen Krieg oder eine Krise herrscht – beispielsweise aus Syrien oder Eritrea. In der idyllischen Umgebung können sie den Alltag eine Woche lang hinter sich lassen. 

Bei Aktivitäten wie Schwimmen, Judo, Wandern oder Basteln können sich die Kinder austoben. Zudem werden sie von zwei Rotkreuz-Rettungsorganisationen in die Erste Hilfe und die Sicherheit im und am Wasser eingeführt: Der Schweizerische Militär-Sanitäts-Verband und die Schweizerische Lebensrettungs-Gesellschaft vermitteln ihnen Wissenswertes für ihr ganzes Leben. «Die Kinder lernen auch, in der Gruppe zusammenzuleben. Einige sind zum ersten Mal von ihren Eltern getrennt und haben noch nie eine ganze Woche mit Gleichaltrigen verbracht», erzählt Carine Fleury, Leiterin der Kompetenzzentren Jugend und Freiwilligenarbeit des Schweizerischen Roten Kreuzes. Die Kinder leben alle seit mindestens sechs Monaten in der Schweiz – namentlich in den Kantonen Bern, Luzern, Nidwalden, Uri, Waadt und Wallis. 

Gut betreut dank engagierten Freiwilligen
Getreu dem Rotkreuzgrundsatz der Freiwilligkeit werden die Kinder im Lager von 19 Freiwilligen begleitet, darunter ein Arzt und eine Psychologin. In der Regel verfügen die Freiwilligen über pädagogische Erfahrung oder haben schon einmal am Ferienlager teilgenommen. Das Schweizerische Rote Kreuz bildet sie speziell aus, damit sie mit schwierigen Situationen umgehen können. Dies ist besonders wichtig, da einige Kinder traumatisiert und/oder als unbegleitete Minderjährige in die Schweiz gelangt sind.