Rotkreuz-Notruf

Häufig gestellte Fragen

Ist es möglich, eine Kontaktperson vor die Notrufzentrale zu schalten?

Grundsätzlich machen wir dies aus folgenden Gründen nicht: Die Notrufzentrale ist 24 Stunden pro Tag besetzt und gewährleistet somit, dass der Notruf immer beantwortet wird. Zudem werden auch alle Fehlalarme entgegengenommen und dadurch die Kontaktperson entlastet, was vor allem nachts geschätzt wird. Fehlalarme führen zu keinen weiteren Kosten für die Kundinnen und Kunden – sie werden als Test, dass das Gerät wunschgemäss funktioniert, genutzt.

Warum kommt nicht direkt jemand vom SRK?

Sie sollen einen Alarm auslösen können, ohne dass damit hohe Kosten verbunden sind. Würde jedes Mal Fachpersonal des SRK ausrücken, wäre dies mit höheren Kosten verbunden. Hinzu kommt, dass in den meisten Fällen kein Fachpersonal benötigt wird und die Situation mit einer Person aus Ihrem sozialen Umfeld geklärt werden kann. Die Kontaktpersonen wohnen in Ihrer Nähe (wir empfehlen eine Erreichbarkeit innert 30 Minuten) und sind somit sehr schnell bei Ihnen. Sind Ihre Kontaktpersonen nicht verfügbar, wird die professionelle Organisation des SRK-Schlüsseldepot-Services (je nach Region) aufgeboten.

Ich kann nicht drei Kontaktpersonen anfragen. Gibt es trotzdem eine Möglichkeit, das Notrufsystem zu installieren?

In bestimmten Regionen arbeitet das SRK mit Partnerorganisationen zusammen. Für einen zusätzlichen Betrag kann z.B. bei der Sanität ein Schlüssel hinterlegt werden. Die Sanität interveniert dann, wenn keine Kontaktperson erreichbar ist. Die Koordination der Schlüsselab- bzw. Schlüsselrückgabe übernimmt das SRK. Das SRK in Ihrer Region informiert gerne über Vor- und Nachteile der verschiedenen Möglichkeiten.

Was passiert, wenn ich einen Fehlalarm auslöse?

Den Mitarbeitenden der Notrufzentrale ist es bewusst, dass man versehentlich den Knopf so berühren kann, dass damit ungewollt ein Fehlalarm ausgelöst wird. Sie nehmen den Anruf freundlich entgegen und es ergib sich ein kurzes Gespräch via Fernsprechgerät. Es entstehen dadurch keine zusätzlichen Kosten für Sie.

Funktioniert das fixe Gerät auch im Garten und im Keller?

Das Notrufgerät verfügt über eine Reichweite von plusminus 150 Metern. Die genaue Reichweite kommt aber auf die Beschaffenheit der Mauern, der Fenster usw. an. Bei der Inbetriebnahme wird ein Reichweitetest durchgeführt, dabei kann man der Kundin / dem Kunden genau zeigen, wo der Notruf funktioniert und wo nicht. Je nach Situation kann ein mobiles Notrufgerät zusätzlichen Nutzen bringen. Das SRK in Ihrer Region informiert gerne über Vor- und Nachteile der verschiedenen Möglichkeiten.

Haben Sie auch eine Lösung für Gehörlose, Sprach- und Sprechbehinderte?

Wir können folgende Lösungsmöglichkeit vorschlagen:

Gehörlose: Die Notrufzentrale wird über die Behinderung informiert und sie wird das entsprechend berücksichtigen. Bei einem Alarm weiss die Notrufzentrale, wie sie mit den Kundininnen und Kunden kommunizieren kann. Bleibt die Antwort aus, wird von der Notrufzentrale sofort Hilfe organisiert. Sie nimmt mit einer der vorab angegebenen Hilfsperson Kontakt auf und leitet die nötigen Massnahmen ein.

Sprachbehinderung: Die Notrufzentrale wird über die Behinderung informiert. Sie stellt dann alle Fragen so, dass sie mit «ja» oder «nein» beantwortet werden können (Beispiel: «Frau X, ist bei Ihnen alles okay?», «Herr Y, geht es Ihnen gut?»). Wir haben bereits bei mehreren Personen mit Sprachbehinderung das Rotkreuz-Notrufsystem installiert und die Erfahrung gemacht, dass das Antworten mittels Klopfzeichen oder einer anderen vereinbarten Kontaktaufnahme (Hupen, Pfeifen usw.) funktioniert. Kommt von der Kundschaft kein eindeutiges Zeichen, welches den Alarm als Fehlalarm deklariert, wird von der Notrufzentrale sofort Hilfe organisiert. Sie nimmt mit einer der angegebenen Hilfsperson Kontakt auf und leitet die nötigen Massnahmen ein.

Haben Sie einen mobilen Notruf?

Ja, wir bieten auch einen mobilen Notruf an. Das Angebot im Bereich Notruf wird von den Rotkreuz-Kantonalverbänden erbracht. Aus diesem Grund können die Dienstleitungsangebote je nach Kanton unterschiedlich ausfallen.

Von allen Rotkreuz-Kantonalverbänden wird jedoch zum stationären Rotkreuz-Notruf (Casa) die Möglichkeit angeboten, Ihr eigenes Handy auf die Rotkreuz-Notrufzentrale aufzuschalten. Kommt es unterwegs zu einem Notfall, können Sie mit Ihrem Handy die Notrufzentrale kontaktieren und werden von dieser als Kundin / Kunde identifiziert. Sie nennen Ihren Standort und erklären die Situation. Die Notrufzentrale leitet die nötigen Massnahmen ein und bietet eine Kontaktperson, Arzt oder Ambulanz auf.

Von vereinzelten Rotkreuz-Kantonalverbänden wird bereits die Möglichkeit angeboten, ein mobiles Notrufgerät (Handy) ohne stationäre Einheit in Verbindung mit der Notrufzentrale zu nutzen.

Wenn der zusätzliche Wunsch besteht, dass die Benutzenden auch mittels GPS geortet werden können, bieten vereinzelte Rotkreuz-Kantonalverbände ein entsprechendes mobiles Notrufgerät mit GPS an.

Eine GPS-Ortung ist nur im Freien und mit speziell bezeichneten Geräten möglich. Diese Ortung kann auf wenige Meter genau sein. GPS kann eine Unterstützung in der Rettungskette sein. GPS hat aber auch seine klaren Grenzen: Die Ortung kann in einigen Fällen nicht gelingen (keine Satellitenverbindung bzw. in geschlossenen Räumen nur bedingt möglich).

Das SRK in der Region informiert Sie gerne über Vor- und Nachteile der verschiedenen Möglichkeiten.

Wann wähle ich die Uhr mit dem Notruf-Knopf und wann ein Handy?

Das stationäre Rotkreuz-Notrufsystem ist sinnvoll für Personen, die allein leben und in einer Notsituation nicht bemerkt würden. Zu Hause tragen sie die Alarmtaste am Arm und sind somit sofort in Kontakt mit der Notrufzentrale. Kurz: Sie haben die Alarmtaste immer «zur Hand», ohne immer daran denken zu müssen. Anders wäre dies mit dem Handy. Betritt man zu Hause einen anderen Raum, muss das mobile Notruf-System mitgenommen werden. Trägt man genau dann das Handy (oder Smartwatch) auf sich, wenn man in der Küche oder im Bad stürzt?

Ist die Person mobil und möchte auch Sicherheit unterwegs, nimmt sie ihr Handy ganz bewusst mit, um im Notfall einen Notruf auslösen zu können (siehe mobiler Notruf).

Kann ich mit dem Handsender auch duschen?

Der Handsender ist wasserfest und kann (und soll!) ohne Bedenken beim Duschen, Baden, Händewaschen und Geschirrspülen anbehalten werden. Somit sind Sie sicher, Ihren Notrufsender gerade in Situationen mit hohem Gefahrenpotenzial bei sich haben.

Kann der mobile Notruf auch im Ausland verwendet werden?

Der mobile Notruf ist auf die Schweiz begrenzt. Um die Verfügbarkeit des Notrufs für Gebiete auf Schweizer Boden in Grenznähe abzuklären, kontaktieren sie am besten den Rotkreuz-Kantonalverband in Ihrer Nähe.

Welchen Anschluss brauche ich, um ein Rotkreuz-Notrufgerät mieten zu können?

Sie benötigen nur einen einfachen Stromanschluss.

Ich möchte das Gerät kaufen und nicht mieten, ist das möglich?

Die Geräte geben wir als Mietgeräte ab. Das hat den Vorteil, dass nach Ablauf von 2 Jahren keine Garantie verfällt und das Gerät bei Fehlerhaftigkeit oder Marktneuerungen jederzeit ausgetauscht werden kann.

Kann ich bei Ihnen die Limmex-Uhr oder andere Uhren kaufen?

Die Qualität der Limmex-Uhr (und diverse Smartwaches) entspricht nicht unseren internen Sicherheitsrichtlinien. Deshalb können wir diese Alarm-Uhr nicht empfehlen und verkaufen sie nicht.

Um unsere mobile Lösung in diesem Bereich kennenzulernen, kontaktieren sie den Rotkreuz-Kantonalverband in Ihrer Nähe.