Migration und Alter: Neuer Film

WIR BLEIBEN. Ältere Migrantinnen und Migranten in der Schweiz

«Wir bleiben» porträtiert drei ältere Ehepaare und einen alten Mann, die im Lauf ihres Lebens aus Italien, Spanien, Kosovo, China und Japan in die Schweiz eingewandert sind.

Das SRK hat einen 19-minütigen Dokumentarfilm produziert, der die gesundheitliche Situation älterer Migrantinnen und Migranten in der Schweiz thematisiert. «Wir bleiben» soll vor allem Fachleute und Institutionen für den besseren Umgang mit dieser Zielgruppe sensibilisieren.

www.migesplus.ch: SRK-Portal für Gesundheit und Migration

Dok-Film, 2016, 19 Minuten
Regie: Romana Lanfranconi (Voltafilm Luzern)
Auftraggeber: Schweizerisches Rotes Kreuz (SRK)
Finanzierung: Bundesamt für Gesundheit (BAG) und SRK

Streaming und Download: kostenlos
Memorystick und Booklet: 20.- Franken pro Stück (ab Februar 2017)

Sprachversionen: de/fr/it/de&fr

Bis in die 1990er Jahre gingen Fachleute davon aus, dass Migrantinnen und Migranten im Alter in ihre Herkunftsländer zurückkehren werden. Heute zeigt sich, dass dies oft nicht der Realität entspricht: In der Schweiz nimmt die soziokulturelle Vielfalt der älteren Wohnbevölkerung zu. Ende 2015 umfasste die ständige ausländische Wohnbevölkerung ab 50 Jahren nahezu 500‘000 Personen. Zugleich wächst die Anzahl älterer Migrantinnen und Migranten, die aufgrund ihrer oft schlechteren gesundheitlichen und materiellen Lage auf eine gute, ihren Bedürfnissen Rechnung tragende Gesundheitsförderung und Gesundheitsversorgung angewiesen sind. Dies bedeutet eine Herausforderung für das schweizerische Gesundheitswesen, auf die viele Institutionen noch zu wenig vorbereitet sind.

Die Luzerner Regisseurin Romana Lanfranconi hat deshalb im Auftrag des SRK und des BAG den 19-minütigen Dokumentarfilm «Wir bleiben» produziert. Dieser soll für die Thematik Migration und Alter sensibilisieren und anhand von Einzelschicksalen Einblick in konkrete Lebenssituationen vermitteln.

«Wir bleiben» porträtiert drei ältere Ehepaare und einen alten Mann, die im Lauf ihres Lebens aus Italien, Spanien, Kosovo, China und Japan in die Schweiz eingewandert sind. Beruflich waren sie hierzulande als Fabrikarbeiter, Haushaltshilfe, Metzger, Kellner oder Verkäuferin tätig. Hier gründeten sie ihre Familien, hier fühlen sie sich zuhause und möchten auch ihren Lebensabend verbringen.

Dank der berührenden Schilderung von Einzelschicksalen und dem Facettenreichtum der Statements und Fragestellungen eignet sich der Film sowohl als Einstieg ins Thema «Migration und Alter» als auch als Diskussionsgrundlage in Aus- und Weiterbildungen von Fachleuten im Gesundheits- und Sozialbereich.