Mehr Menschlichkeit für Mawo Eya

«Ich bin Fan vom Roten Kreuz. Dank ihm hat meine Familie genügend Trinkwasser.»

Jedes Jahr taucht im Süden Äthiopiens die bange Frage auf: Wird das Wasser bis zur nächsten Regenzeit reichen? Um dieser Frage den Schrecken zu nehmen, verbessert das Schweizerische Rote Kreuz die Lebensbedingungen in dieser Region. Mawo Eya, Mutter von drei Kindern, kann seither aufatmen.

Mawo Eya lacht. Ihr Sohn Bato versucht, ein Huhn einzufangen. Nach einer kurzen Verfolgungsjagd kann Bato das Huhn packen und ins Gehege zurückbringen. Alle klatschen und freuen sich über den kleinen Spass. 

Viel zu lachen gibt es sonst nicht am Wohnort der Familie von Mawo Eya. Ihr Dorf befindet sich im südlichsten Zipfel von Äthiopien. Vielmehr belastet hier die Sorge um die Wasserversorgung den Alltag. In Trockenzeiten wird das Wasser regelmässig knapp. Nach schlechten Regenzeiten drohen Dürrekatastrophen, auf Dürrekatastrophen folgen Hunger und Not. 

Um die Menschen hier besser auf solche Katastrophen vorzubereiten, engagiert sich das Schweizerische Rote Kreuz (SRK) gemeinsam mit der lokalen Rotkreuzgesellschaft und mit Unterstützung der Glückskette für die nachhaltige Verbesserung der Lebensbedingungen. Das SRK hat Auffangbecken für Regenwasser, einen Damm, Wasserstellen, Zisternen und eine Dammsanierung umgesetzt.

«Das ist ein gutes Gefühl. Ich brauche mir nicht mehr ständig Sorgen zu machen, woher ich in Dürrezeiten Wasser bekommen kann.»

Mawo Eya (35), Moyale, Äthiopien

Für Mawo Eya bedeutet das eine grosse Entlastung: Zwei Kilometer von ihrem Wohnort entfernt gibt es seit knapp zwei Jahren ein neues Auffangbecken für Regenwasser mit einem Damm. Bevor es diesen gab, musste sie täglich mehr als doppelt so weit gehen, um Wasser für die Familie, die Tiere und den Gemüseanbau nach Hause zu transportieren. Das Becken speichert in normalen Trockenzeiten genügend Wasser, um die Bevölkerung und die Tiere in den Dörfern der Umgebung durchgehend zu versorgen. «Das ist ein gutes Gefühl. Ich brauche mir nicht mehr ständig Sorgen zu machen, woher ich in Dürrezeiten Wasser bekommen kann. Das Leben ist dadurch – und auch durch die kürzere Distanz – für mich einfacher geworden», sagt sie. 

Weltweit haben über 700 Millionen Menschen keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Werden auch Sie Fan vom Roten Kreuz: Nur mit Ihrer Unterstützung können wir gemeinsam Menschen in Not und Elend helfen.