Syrien-Konflikt

Das SRK baut die Hilfe im Norden Syriens aus

Hunderttausende Menschen sind seit der jüngsten Eskalation im Norden Syriens auf der Flucht. Sie brauchen dringend Hilfe, insbesondere Zugang zu Trinkwasser und medizinischer Versorgung. Ergänzend zu seiner Nothilfe in Idlib setzt das SRK zusätzliche Mittel ein, um den Syrisch-Arabischen Roten Halbmond auch bei der Nothilfe im Norden des Landes zu unterstützen.

Die Situation im Norden Syriens hat sich weiter verschlimmert. Und erneut trifft es in diesem festgefahrenen Konflikt die Zivilbevölkerung am härtesten. Seit der neuen Eskalation im Oktober wurden allein in den Regionen rund um Hassakeh und Raqqa mehr als 300 000 Menschen vertrieben. Jeden Tag treffen Hunderte von Familien, vor allem Frauen und Kinder, in der Stadt Hassakeh ein. Bei den jüngsten Angriffen wurden die Wassersysteme beschädigt. Nun droht der Stadt das Wasser auszugehen. Auch der Zugang zu medizinischer Versorgung ist stark eingeschränkt, denn zwei Gesundheitszentren wurden zerstört. Nur ein Spital ist noch in Betrieb – in einem Gebiet, in dem bereits 100’000 Menschen leben und täglich tausende Flüchtlinge ankommen.

Wasser und medizinische Hilfe

Dank grosszügigen Spenden und mit Unterstützung des Bundes, stockt das SRK seine Hilfe um mehrere hunderttausend Franken auf, um dem Syrisch-Arabischen Roten Halbmond (SARC) in dieser prekären Situation beizustehen. Die Nothilfe konzentriert sich vor allem auf die Städte Hassakeh und Qamischli sowie das Lager Arisheh. Der SARC begleitet die Evakuierung der Zivilbevölkerung und stellt in den Camps die medizinische Grundversorgung, Nahrung, Matratzen, Decken und Wasser bereit. Pumpstationen werden repariert, Wasserreservoirs aufgestellt und Kanister abgegeben, damit die leidgeprüften Menschen Zugang zu Trinkwasser haben. Mit Ambulanz-Fahrzeugen und einer mobilen Klinik steht der Rote Halbmond kranken oder verletzten Menschen bei.

Die Situation in der Region ist nach wie vor instabil und unsicher. Zahlreiche Nichtregierungsorganisationen (NGO) haben sich aus dem Gebiet zurückgezogen. Die Menschen sind mehr denn je auf die Hilfe des Roten Kreuzes bzw. Halbmondes angewiesen. Das SRK steht in engem Kontakt mit seinen lokalen Partnern und ist bereit, seine Hilfe an den sich verändernden Kontext anzupassen.