Welttoilettentag

Fortschritt beginnt mit einer Latrine

Vier von zehn Menschen weltweit haben keinen Zugang zu sanitären Anlagen. Dies hat gravierende Folgen für die Gesundheit. Daran erinnert der Welttoilettentag am 19. November.

In den Gesundheits- und Wiederaufbauprogrammen des Schweizerischen Roten Kreuzes (SRK) in fast 30 Ländern sind Hygieneaufklärung und der Bau von Latrinen von zentraler Bedeutung. Denn diese Verbesserungen sind entscheidend bei der Bekämpfung weit verbreiteter Krankheiten wie Durchfall, Wurmbefall aber auch Typhus und Cholera.

Das SRK engagiert sich daher in Ländern wie Malawi, Kambodscha, Nepal und Haiti für sichere Wasserversorgung und für sanitäre Anlagen. Mindestens ebenso wichtig wie bauliche Massnahmen ist die Aufklärung. Denn vielerorts fehlt das Wissen darüber, dass zwischen Hygiene und Gesundheit ein direkter Zusammenhang besteht.

Das SRK arbeitet daher eng mit dem lokalen Roten Kreuz und der betroffenen Bevölkerung zusammen. In Kambodscha erarbeiten Dorfgruppen zusammen mit dem Roten Kreuz Pläne, wie sich die Hygienesituation Schritt für Schritt verbessern lässt. In Malawi gehen Rotkreuz-Freiwillige von Haus zu Haus und klären die Familien darüber auf, wie sich durch den Bau einer einfachen Latrine und regelmässiges Händewaschen die Gesundheit der ganzen Familie verbessern lässt. Daneben ist auch die Sensibilisierung an Schulen zukunftsweisend. Denn wenn Kinder früh lernen, Hygiene zu praktizieren, wird es für sie selbstverständlich, eine saubere Latrine zu benutzen und sich anschliessend die Hände zu waschen. Sie tragen diese Gewohnheiten und Ansprüche nach Hause, geben sie an ihre Eltern weiter – und später an ihre eigenen Kinder. Fortschritt beginnt mit einer Latrine.