Afrika

Rückschlag für die Menschen im Südsudan

Vom Konflikt im Südsudan ist auch das Gesundheitsprogramm des SRK in den Bundesstaaten Unity und Upper Nile betroffen. Der Delegierte musste evakuiert werden, die lokalen Mitarbeitenden führen den Betrieb weiter.

Seit 2008 engagiert sich das SRK im Bundesstaat Unity, der seit dem Wochenende von Aufständischen kontrolliert wird. Es hat dort zusammen mit lokalen Partnern sechs Gesundheitszentren aufgebaut, Brunnen und Latrinen errichtet sowie Gesundheitspersonal ausgebildet. 2012 weitete das SRK sein Engagement auf den Bundesstaat Upper Nile aus. Seit der Unabhängigkeit Südsudans im Sommer 2011 arbeitet das SRK eng mit dem neu gegründeten Südsudanesischen Roten Kreuz zusammen, der im vergangenen November als 189. Mitglied in die Internationale Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften aufgenommen worden ist.

Gesundheitszentren weiter in Betrieb

Der Ausbruch der Gewalt ist ein schwerer Rückschlag für die Menschen in der Region, die nach Jahrzehnten des Krieges und der Konflikte auf eine friedliche Zukunft hofften. «In der jetzigen Situation sind die vom Roten Kreuz aufgebauten Gesundheitszentren besonders wichtig», betont Carmen Humboldt, Südsudan-Verantwortliche beim SRK. Die Zentren seien so mit medizinischem Gerät und Medikamenten ausstaffiert, dass sie auch ohne unmittelbare Unterstützung von aussen eine Zeitlang funktionierten. Der vom SRK angestellte kenianische Delegierte wurde  mittlerweile evakuiert, doch das lokale, vom Roten Kreuz geschulte Personal führt die Arbeit weiter. Der Kontakt ist allerdings schwierig, weil die Internet- und Telefonverbindung oft unterbrochen sind.