Zika-Epidemie

Rotes Kreuz verstärkt die Zika-Prävention

Die rasante Ausbreitung des Zika-Virus und die damit verbundenen Komplikationen rufen auch das Rote Kreuz auf den Plan. Das SRK verstärkt in seinen Gesundheitsprogrammen in Lateinamerika die Prävention von Mückenstichen.

Das gefürchtete Zika-Virus wird durch die Tigermücke übertragen– dasselbe Insekt, das auch lebensbedrohende Krankheiten wie Dengue und Chikungunya überträgt. Diese sind in den Einsatzländern des SRK in Lateinamerika weit verbreitet. Im Rahmen seiner Gesundheitsprogramme in Bolivien, Ecuador, El Salvador, Haiti, Honduras und Paraguay hat das SRK deshalb schon bisher die unkontrollierte Ausbreitung der Mücken bekämpft.

Die Präventionskampagnen werden nun weiter verstärkt. Durch Putzaktionen in den Dörfern werden Brutstätten der Tigermücken zerstört. Stehendes Wasser, das sich in Kübeln, Blumentöpfen oder herumliegendem Plastik ansammelt, wird abgedeckt oder entfernt, denn es leistet der Verbreitung der Mücken Vorschub. An stark betroffenen Stellen werden Insektizide eingesetzt. Zudem wird die Benutzung von Moskitonetzen und das Tragen langärmliger Kleider zum Schutz vor Stichen empfohlen.

WHO ruft Notstand aus

Gegen Zika gibt es bisher keine Impfung und auch keine Therapie. Es kann nur durch Prävention bekämpft werden. Meist verläuft die Krankheit harmlos mit grippeähnlichen Symptomen. Bisher galt sie nicht als gefährlich. Neu werden nun aber Missbildungen bei Babys mit dem Virus in Verbindung gebracht. Der kausale Zusammenhang ist allerdings nicht nachgewiesen. Auch hat sich die Krankheit in den letzten Wochen rasant ausgebreitet, mittlerweile sind weite Teile Süd- und Zentralamerikas wie auch der Karibik davon betroffen. 

Am 1.Februar hat die Weltgesundheitsbehörde wegen Zika den internationalen Notstand ausgerufen und ein koordiniertes Vorgehen gegen die Krankheit gefordert. Die Internationale Föderation vom Roten Kreuz und Roten Halbmond hat ebenfalls einen Notfall-Aufruf erlassen und wird zusammen mit ihren Partnerorganisationen einen Interventionsplan koordinieren.

Zika Virus - symthoms pregnant women and prevention

© IFRC