Fachtagung zum Thema Alter

Kontroverse Standpunkte diskutiert

An der nationalen Fachtagung « Projekt Alter – Den Aufbruch gemeinsam gestalten ! » vom 14. Mai 2019 des Schweizerischen Rotes Kreuz und der Hochschule Luzern an der Bernexpo in Bern nahmen über 150 Fachpersonen aus regionalen und nationalen Organisationen und Institutionen teil.

Sie tauschten sich zu Fragen rund um das Alter aus. Wieviel Selbstbestimmung, wieviel Mitwirkung darf es für den Einzelnen sein und welche Verantwortung trägt die Gesellschaft? Was ist zu tun, damit sich die Generationen nicht entfremden?

Selbstbestimmung versus Hilfsbedürftigkeit

Eines zeigte sich gleich zu Beginn der Tagung. Selbstbestimmung ist der Wert, der über allem steht. Menschen im 3. und 4. Lebensalter stellen hohe Anforderungen an sich selbst: Sie sollen möglichst viel frei gestalten und entscheiden können, sie wollen autonom bleiben. Auch im Alter heisst es, offen zu bleiben für Neues, Überlegungen anzustellen wie man die Vorsorge treffen will oder was es für einen bedeutet, Hilfe anzunehmen.

Weisheit heisst, generationenübergreifend zu denken

Die Soziologin Dr. Katharina Ley hält fest, dass Weisheit nicht der älteren Generation vorbehalten ist. Weisheit betrifft alle und heisst auch, generationenübergreifend zu denken. Die Caring Community wird zwangsläufig ein generationenübergreifendes Projekt sein. Der Gerontologe Beat Bühlmann unterstreicht in seinem Schlusswort: «Trotz dem vielbesprochenen Generationenkonflikt sind sich die Generationen noch nie so unverkrampft begegnet wie heute.» 

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