Dossier «Der Weg zu Gesundheit»

Zugang zu Gesundheit für alle

Das SRK hat in fünf seiner Gesundheits-Programme der langfristigen Entwicklungszusammenarbeit die Nachhaltigkeit seiner Unterstützung untersucht. Es ist der Frage nachgegangen, ob die Bevölkerung auch nach dem Abschluss des Engagements des SRK weiterhin Zugang zu Gesundheitsversorgung hat. Die Resultate sind erfreulich.

In der Schweiz sowie in 30 weiteren Ländern engagiert sich das Schweizerische Rote Kreuz (SRK) für den Zugang zu Gesundheit für alle. Es fördert den Gesundheitszustand der Bevölkerung sowie den Zugang zu Gesundheitsversorgung vor allem für besonders benachteiligte Menschen. Eine Studie in fünf Ländern zeigt erstmals, wie nachhaltig die Projekte in diesem Arbeitsfeld des SRK sind und wo die Herausforderungen liegen.

Fünf Barrieren zum Überwinden

400 Millionen Menschen, etwa 5 Prozent der Weltbevölkerung, haben keinen Zugang zu Gesundheitsversorgung. Täglich sterben 16 000 Kinder an vermeidbaren Krankheiten, rund 10 000 Menschen an Aids, Tuberkulose oder Malaria und 800 schwangere Frauen aufgrund von Komplikationen während Schwangerschaft oder Geburt. Auch in der Schweiz haben nicht alle Menschen den gleichen Zugang zur Gesundheitsversorgung.

Wieso und wo liegen die Herausforderungen? Eine Person, die ein gesundheitliches Problem hat, muss sich dessen erst bewusst sein, um Hilfe zu beanspruchen. Dafür muss sie einen geeigneten Ort zur Unterstützung oder Behandlung aufsuchen, diesen erreichen und die Dienstleistung nutzen können. Das Gesundheitswesen auf der anderen Seite muss sicherstellen, dass die Angebote für alle erreichbar, akzeptabel, verfügbar, finanzierbar und angemessen sind. Sowohl die Anbietenden von Prävention und Gesundheitsversorgung als auch das Individuum und die Gemeinschaft müssen ihren Beitrag leisten. Das SRK hat sich zum Ziel gesetzt, auf beiden Seiten – Angebot und Nachfrage – Barrieren abzubauen, so dass auch verletzliche Gruppen Zugang zu Prävention, Gesundheitsförderung und Gesundheitsversorgung haben.

Das SRK fördert den Zugang zu Gesundheit im In- und Ausland

Im Inland engagiert sich das SRK mit seinen Kantonalverbänden um ältere, pflegebedürftige oder schwerkranke und sterbende Menschen, um Menschen, welche an Folgen von Krieg und Folter leiden oder um die Gesundheit von Personen ohne geregelten Aufenthaltsstatus.

In der Internationalen Zusammenarbeit arbeitet das SRK mit den jeweiligen Gesundheitsbehörden zusammen und unterstützt die Gesundheitsprogramme der nationalen Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften und anderer Partner in diversen Bereichen: der Prävention und Behandlung von Krankheiten, Mütter- und Kindergesundheit, Gesundheit im Alter, Wasser, Toiletten und Hygiene, Augenmedizin, Blutsicherheit und medizinische Nothilfe.

Das Engagement zeigt Wirkung

Was das SRK beiträgt, um einen besseren Zugang zu Gesundheit für alle zu erreichen und welche Wirkung dieses Engagement langfristig auf die Bevölkerung hat zeigt die aktuellen Studie «Equitable access to quality health for the most vulnerable: vision or reality?». Sie fasst die Erfahrungen aus den fünf Ländern Bolivien, Ghana, Kambodscha, Laos und Nepal zusammen und zeigt, dass die Hilfe des SRK greift.