Togo

Gesundheit fördern im westafrikanischen Kleinstaat

Togo zählt zu den ärmsten Ländern der Welt. Der westafrikanische Kleinstaat ist ein Agrarstaat, etwa zwei Drittel der Bevölkerung leben von der Landwirtschaft. Togo ist auch ein junges Land. Über 60 Prozent der Bevölkerung ist unter 25 Jahre alt.

Jedes zehnte Kind in Togo stirbt vor seinem fünften Geburtstag, insbesondere an Malaria, Durchfallerkrankungen oder an einer Lungenentzündung. Die schlechte Gesundheitsversorgung veranlasste das Schweizerische Rote Kreuz (SRK) zusammen mit dem Togolesischen Roten Kreuz (CRT) zahlreiche Massnahmen für die Verbesserung der Gesundheit der Bevölkerung in der Région Centrale durchzuführen und hat diese seit 2014 auch auf die Région Plateaux erweitert. Hier werden Aufklärungs- und Impfkampagnen durchgeführt und der Zugang zu Trinkwasser und Sanitäranlagen verbessert. Gesundheitsberater und Freiwillige betreuen Frauen während und nach der Schwangerschaft. Sie informieren über das Stillen, das Impfen oder Ernährung und Hygienemassnahmen. Sie mobilisieren Frauen unter professioneller Begleitung zu gebären. Auch Familienplanung sowie die Prävention von HIV und Aids werden offen angesprochen. Theaterstücke und Radiosendungen untermauern die Aufklärungen und wirken der Stigmatisierung entgegen. Daneben setzt sich das SRK dafür ein, dass Aidskranke Zugang zu Therapie und Heimpflege erhalten. Aidswaisen unterstützt es beim Schulbesuch oder der Berufsbildung.

Es sind die Mütter, die sich meist um die Gesundheit in der Familie kümmern. Und deshalb prädestiniert, ihr Wissen weiterzugeben und die Bevölkerung über Gefahren und Schutzmöglichkeiten zu informieren. Vom Roten Kreuz kompetent ausgebildet, bedienen sich die Frauen der Sprache der Musik und des Theaters, um die Menschen in ihren Dörfern für ein besseres Gesundheitsbewusstsein zu gewinnen. Die eigens komponierten Lieder und gesungenen Botschaften werden gerne gehört und bleiben unvergessen.

©  Schweizerisches Rotes Kreuz

Bessere Hygiene und Malariaprävention

Die Sensibilisierung für einfache Hygienemassnahmen wie regelmässiges Händewaschen bildet ebenfalls einen Schwerpunkt des SRK-Programmes. Mit Aktionen in den Dörfern und Schulen  werben CRT Mitarbeitende für mehr Sauberkeit dank Latrinen, Mülldeponien und sauberen Wasserstellen. So werden mit einfachen Massnahmen gefährliche Durchfallerkrankungen vermieden.

Im Kampf gegen die Malaria werden Medikamente und Moskitonetze abgegeben. Wie man sich damit korrekt vor der tödlichen Krankheit schützt, erfahren die Dorfbewohner von Freiwilligen des Roten Kreuzes. Doch auch der richtige Umgang mit stehendem Wasser ist zentral, denn dort halten sich Malariamücken besonders gerne auf und vermehren sich. Durch das Zudecken der Wasserkrüge beispielsweise kann die Gefahr bereits deutlich eingedämmt werden.

Augenkrankheiten

Sehschwäche oder Blindheit haben vor allem für Kinder gravierende Folgen. Sie leiden besonders häufig an Bindehautentzündungen oder an Vitamin-A-Mangel, die zu Blindheit und schweren Augenschäden führen können. Gut ausgebildete Rotkreuzfreiwillige und Gesundheitsberater informieren in den Dörfern über die Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten von Augenleiden. In Schulen führen sie Augenkontrollen durch und sorgen dafür, dass Kinder wenn nötig Brillen erhalten oder behandelt werden. Menschen mit Augenleiden verweisen sie an den nächsten Gesundheitsposten, wodurch sich die Verbreitung von Krankheiten wie der hoch ansteckenden Trachom-Infektion vermeiden lässt. Menschen, die an grauem Star (Katarakt) erblindet sind, erhalten dank einer einfachen Operation das Augenlicht zurück.

Geografische Lage