Basisgesundheit

Grundversorgung gewährleisten

Das Schweizerische Rote Kreuz (SRK) engagiert sich weltweit langfristig in rund 30 Ländern Afrikas, Asiens, Lateinamerikas und Osteuropas. Im Zentrum der Auslandarbeit steht die Förderung der Gesundheit von besonders benachteiligten Bevölkerungsgruppen, insbesondere Frauen und Kinder. Dazu stärkt das SRK bevölkerungsnahe Organisationen und fördert deren Selbstinitiative für eine verbesserte Prävention von Krankheiten.

Der Graben zwischen Nord und Süd, Arm und Reich vergrössert sich. Infektionskrankheiten wie Tuberkulose, Malaria und HIV/Aids bedrohen das Leben unzähliger Menschen der südlichen Hemisphäre. Jährlich sterben fast vier Millionen Menschen daran. Armut und Mangelernährung beeinträchtigen den Gesundheitszustand – weltweit ist jedes vierte Kind chronisch unterernährt. Jedes Jahr sterben immer noch mehr als 300 000 Frauen aufgrund einer Schwangerschaft oder einer Geburt. Gelingt es, die Lebenssituation von Frauen in ländlichen Gebieten zu verbessern, wirkt sich dies direkt auf das Wohl der Familie und der Gemeinschaft aus.

In den Ländern des Südens unterstützt das SRK den Bau und die Einrichtung von Gesundheitsstationen und kleinen Spitälern sowie die Versorgung mit sauberem Trinkwasser. Durch Aus- und Weiterbildung von einheimischen Fachkräften wird die Behandlung von verbreiteten Krankheiten nachhaltig sichergestellt. Dabei setzt das SRK Schulmedizin und traditionelle Heilkunde möglichst ergänzend ein. Es bildet auch Gesundheitshelfer/innen und traditionelle Hebammen aus, die ihr Wissen über gesunde Ernährung und Hygiene, Familienplanung, Geburtsvorsorge und Kinderpflege an die Dorfgemeinschaften vermitteln. Weiteres Anliegen des SRK ist es, die Armutsblindheit zu verhüten und zu heilen. In Afrika und Asien setzt sich das SRK in der Aids-Prävention und Pflege von Aids-Kranken ein.

Elemente der Basisgesundheitsversorgung

  • Gesundheitsförderung und -Erziehung (Promotion): Hygiene, sauberes Trinkwasser, Toiletten, Ernährung (Familiengärten, ausgewogene Ernährung, Ergänzungsnahrung), Familienplanung, Schutz der Umwelt.
  • Prävention: Gesundheitsversorgung von Mutter und Kind (Schwangerschafts- und Säuglingskontrolle, Geburtshilfe, Impfkampagnen, Krebsvorsorge), Verhütung und Bekämpfung von Infektionskrankheiten (beispielsweise Malaria, HIV/Aids, Tuberkulose, Durchfall, Cholera oder Ebola), Förderung eines gesunden Lebensstils zur Vorbeugung von nicht-übertragbaren Krankheiten (wie Diabetes).
  • Kurative Versorgung: Erste Hilfe, Behandlung verbreiteter Krankheiten, Eindämmung von Epidemien, verantwortungsvoller Gebrauch von essentiellen Medikamenten, Überweisung und Begleitung von Patienten mit schweren Erkrankungen und Frauen mit Risikogeburten in Gesundheitszentren.
  • Förderung und Nutzung von traditionellen Heilmethoden/Pflanzenheilmitteln