Laos

Gesundheitsversorgung auch für die Ärmsten

Die Schwerpunkte des SRK in Laos sind die Mutter-Kind-Gesundheit, der Zugang zur Gesundheitsversorgung für die Ärmsten und die Verbesserung der Wasserversorgung und der Hygiene in abgelegenen, vernachlässigten Bergdörfern.

Das Schweizerische Rote Kreuz (SRK) ist seit vielen Jahren in Laos tätig. Bereits zu Beginn der 1970er-Jahre arbeitete ein Team von Chirurgen und Ärzten in Luang Prabang. Auf Wunsch der laotischen Regierung kehrte das SRK 1983 in das ostasiatische Land zurück und engagiert sich seither für die Verbesserung der Gesundheitsversorgung in den Provinzen Luang Prabang, Oudomxay und Sekong.

Mutter-Kind Gesundheit

Besonders prekär ist die Gesundheitsversorgung im Bereich Mutter und Kind. Das SRK unterstützt das laotische Gesundheitsministerium in seinen Bestrebungen zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung auf verschiedenen Ebenen. Es finanziert Fachleute, die die Gemeindehebammen im Praxisalltag begleiten, um eine kontinuierliche Verbesserung der medizinischen Versorgung zu erzielen. Mitarbeitende der Gesundheitsbehörde werden gezielt geschult, damit sie die Hebammen in der Ausübung ihrer Tätigkeit besser unterstützen können. Ebenfalls werden die Mitarbeitenden der Gesundheitsbehörde auf Provinzebene in der Ausübung ihrer strategischen Planungsaufgaben und Führungsrolle gefördert.

Damit die ausgebildeten Gemeindehebammen in einem funktionsfähigen Gesundheitszentrum ihren Dienst aufnehmen und eine adäquate Versorgung von Mutter und Kind sicherstellen können, werden die Gesundheitszentren wo nötig renoviert oder neu gebaut. Ebenfalls werden sie mit dringend benötigten Arbeitsgeräten und Verbrauchsmaterialien ausgestattet.

Volunteering for better health in Laos

Sauberes Wasser und Hygiene

Sauberes Trinkwasser ist eine wichtige Voraussetzung für Gesundheit. Das SRK baut gemeinsam mit dem Laotischen Roten Kreuz (LRK) und der lokalen Bevölkerung Wassersysteme und Latrinen. Bis heute wurden über 100 Wassersysteme und mehr als 8000 Latrinen errichtet. Das erspart lange, beschwerliche Fussmärsche zum nächsten Fluss, von wo das oft verschmutzte Wasser sonst in Eimern nach Hause getragen werden muss. Rotkreuz-Freiwillige sensibilisieren die Dorfbevölkerung zudem in Fragen zu Hygiene und Gesundheitsprävention.

Bessere Hygiene auch an Schulen

Das SRK setzt sich gemeinsam mit dem Laotischen Roten Kreuz in zwei nördlichen Distrikten von Luang Prabang dafür ein, dass die Sekundarschulen in Pakseng und Phonsay einen Wasseranschluss und Latrinen bekommen sowie Hygiene Teil des Lehrplans wird. Die Wasserversorgung sowie sanitäre Anlagen sind hier an Schulen Mangelware, im Schnitt teilen sich fast 200 Schülerinnen und Schüler eine einzige Toilette. Das LRK fördert zudem gesunde Ernährung an den Schulen.

Aufbau des Laotischen Roten Kreuzes

Die Rotkreuzsektionen in den Provinzen Luang Prabang und Oudomxay werden vom SRK beim Auf- und Ausbau ihrer Aktivitäten unterstützt: bei der Ausbildung von Freiwilligen in den Dörfern, den Erste-Hilfe-Kurse für Schüler/innen und das Militär sowie in der Nothilfe. Auch die Mittelbeschaffung wird gefördert, beispielsweise durch die Vermietung einer Immobilie und das Betreiben einer Wasserfabrik sowie einer traditionellen Sauna mit Massagesalon.